Outreach:
Location: Nepal und Tibet/China
Zeitraum: von 7.Januar bis 7. März im Jahre 2010
Ich werde hier einige Eindrücke aus dem Leben im „outreach“ –Missionseinsatz“ nieder schreiben.
Wir starten unsere Reise nun mit dem Begin der eigentlichen Reise, am Flughafen in Oslo.
Das Gepäck verstaut und aufgegeben bewegten wir uns in einem Flugzeug in Richtung Paris.
Ich werde das Team kurz vorstellen, damit ich sie mit Namen nennen kann und bekannt ist wer gemeint ist. Es werden mit Sicherheit einige öfter vorkommen.
Ich beginne mit der einzigen weiblichen Person im Team:
Andrea aus Norwegen
(der Nachname ist hier nicht so wichtig weil die Namen nur einfach vergeben sind und keine Verwirrung herrschen kann)
Åge ebenso Norweger (Zimmermann von Beruf)
Jon-Peter auch er ein echter Norweger (Auch ein Zimmermann und ein leidenschaftlicher Jäger, der Mann ist eine Maschiene…ein Ruhe Puls von weniger
als 50 – Ko-Leiter des Teams)
Erik - Norweger (Physiotherapeut – das englische Wort tranquility beschreibt äußerst genau
seine Persönlichkeit. Leiter des Teams)
Alec - Amerikaner (18 Jahre alt und kommt
grad von der Schule)
David genannt Sioma - Amerikaner(19 Jahre alt – ein Jahr College absolviert)
Und meine Wenigkeit (Ihr kennt mich doch :D )
Das ist unser Team. Das erste Reiseziel wie erwähnt war Paris allerdings nur für einen Zwischenstopp den es sollte eigentlich nach Nepal gehen. In
Paris ermutigte ich das Team bei einem Mc D eine Ladung Fast Food einzunehmen und das taten wir dann auch. Ich, nichts ahnend dass wir noch nicht eingecheckt haben und die Tickets noch brauchen,
beruhigte unseren Leiter immer wieder, meinend: „Wir haben genügend Zeit“, weil ich nur die Sicherheitsmaßnahmen im Kopf hatte und nicht die Tatsache, dass wir unsere Tickets noch nicht empfangen
hatten. So schlidderten wir angenehm nichts ahnend in das erste Abenteuer… Wir haben die Situation sofort dem HERRN vorgelegt und um Gnade gefleht.
So half uns ein netter Beamter unsere Fluggesellschaft mit den Tickets und so weiter und wir konnten in einem Eiltempo durch die Sicherheit und zu unserem Gate. Wir erreichten das Flugzeug noch
gerade so und flogen Richtung Abu Dabi.
Der Flug war sehr angenehm und ich schaute die ganze Zeit Filme, denn wir hatten eine Art Luxusliner und ich gedachte das auszunutzen.
Nach einigen Stunden (geschätzten 9) erreichten wir Abu Dabi und hatten Sechs Stunden Aufenthalt. Glücklicherweise kennt Alec den Privat Piloten des regierenden Scheichs, welcher uns in seinem
typisch amerikanischen riesen Truck auf eine sight-seen-tour einlud.
Wir sahen die teuerste Moschee und das teuerste Palast Hotel (mit integriertem Museum)
Und anschließend gingen wir noch mit ihm typisch indisch essen.
Ich versuche in diesem Bericht einzelne Erlebnisse genauer auszuführen, die mir persönlich wichtiger erscheinen als Andere und werde auch einige meiner Erlebnisse überspringen, wie zum Beispiel
Reisezeiten und was wir sehen konnten in dieser Zeit oder mit wem ich was besprochen hab.
Wenn dieser Bericht also an manchen Stellen ein wenig hapert, dann macht mich doch darauf aufmerksam, oder Dinge von denen ihr, meine Rezipienten, gern mehr erfahren würdet. Auch sind die Tage
längst vergangen und ich werd mich auch mit Sicherheit nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern.
Nachdem wir also unser Mahl zu uns nahmen und alles einen guten Eindruck hinterlassen hatte, fuhren wir im Eiltempo (180km/h weil wir doch knapp in der Zeit lagen) zu Flughafen zurück. Wir
erreichten den Flug und das nächste Problem das wir hatten war das wir keine Visa für Nepal hatten und uns erst „einkaufen“ mussten. Wir erreichten dann spät nachts eine YWAM Base und konnten,
nach einem weiteren Mahl und einer Lobpreis-Session, unsere Schlafgelegenheiten wahr nehmen.
Am nächsten Tag kundschafteten wir die nähere Umgebung und die Stadtteil aus.
Anstatt zu Beschreiben versuche ich später Bilder hinzuzufügen…doch sind viele unsere Bilder verloren gegangen, weil eine Kamera und zwei „memorie-cards“ gestohlen worden sind.
Wir nahmen gegen Abend an einer Jugendgruppe teil und erzählten etwas zum Thema „Reinheit“.
Die Jugendgruppe fand in einem Raum statt, in dem nichts weiter war als ein Teppich.
Am Samstag hatten wir die Aufgabe den Gottesdienst zu gestallten und unser Thema war „der verlorene Sohn“ und am Nachmittag gingen Erik und ich zum Flughafen und weitere Gepäckstücke abzuholen,
zwei große Rucksäcke und ein Schlafsack. Weil wir ehrlich gesagt zu blöd waren und ich in Laune, liefen wir den ganzen Weg zurück zur Basis. Ich hatte einen 18Kg schweren Rucksack und Erik einen
10Kg und er beschwerte sich die ganze Zeit. Die Marschdistanz betrug ungefähre 9/10km. Wir fingen dann an über verschiedene religiöse Themen zu sprechen und dann kamen wir auf das Thema „Heilung“
und wir beteten für Leute, die wir treffen könnten, dann plötzlich sahen wir einen Mann mit Gehstock und sein Bein war irgendwie vermindert fähig zu funktionieren. Wir fragten den Mann ob wir für
ihn beten könnten und taten es dann auch. Es war schon irgendwie eigenartige auf einmal mit einem wildfremden Mann zu beten und auf Gott zu vertrauen, dass Gott ihn heilen werde. So kam es dann
auch dass wir beteten und ich ihn ermutigte ohne Stock zu laufen, oder es zumindest zu probieren. Das tat er dann auch, mit leiden nicht so großem Erfolg. Ich fand mich ziemlich enttäuscht wieder
und wollte einfach gehen und nicht wieder mit ihm reden weil es anscheinend nicht geklappt hat, wie ich dachte. Erik versuchte diesem Mann aber von
Jesus und der Erlösung zu erzählen, während ich mich schon wieder auf den Weg machte und nicht verstand warum nichts geschehen war. Erik geriet dadurch ein wenig unter Druck, so dass die
Nachricht an diesen Mann und die umher stehende Meute etwas kürzer ausfiel als optimal. Ich glaube aber fest, dass Gott weiß wie er das nutzen kann und es nicht vergebens war. Wir setzten den Weg
fort und ich war verwundert und wollte eigentlich nur noch nach Hause. Wir verzichteten auch die letzten Hunderte Meter (dennoch ungefähre 3km) auf
eine Mitfahrgelegenheit. Wir verzichteten, weil ich zu geizig war in diesem Fall den gleichen Preis zu zahlen, wie ohne die ganze Lauferei. Die
kosten pro Person betrug ganze 20 Cent und ich war dennoch zu geizig. Aber an anderen Orten überteuerte Lebensmittel zu kaufen (wie z.B. in Norwegen) so sieht´s aus…naja so lernt man aus
Erfahrungen…manchmal scheint es unumgänglich. Ich sehe, ich erreiche immer noch mehr Weisheit und werde eines Tages lebensfähig
J .
Am Abend in unserem Team Treffen haben wir die Zeit für unsere tägliche Stillezeit oder Powertime festgelegt auf einen Zeitraum von 0700-1000 und somit endete auch der vierte Tag.
Am Sonntag bekamen wir die Aufgabe der Traktatausteilung und hatten somit auch die Chance der Evangelisierung. Bei diesem Unternehmen trafen wir
einen Mann der mit uns in eine Tieftheologische Debatte einstieg und uns klarmachen wollte, dass wir in Nepal nicht für das Christentum werben sollten, denn keine andere Religion würde das tun.
Dieses Gespräch stürzte mich in eine Glaubenskriese und ich wusste nicht wirklich was ich glauben sollte und warum wir das alles machen. Ich durchstand diese Kriese mit der Erkenntnis, nicht
alles zu wissen dennoch den Wegen Gottes zu folgen und es entbrannte mehr und mehr ein Wissensdurst nach der Erkenntnis warum ich das tue und wer Jesus Christus für mich ist. Auch hatte ich in
den ersten Nächten den Eindruck wir wären doch nur Touristen und es wäre alles sinnlos. Ich hatte auch die große Sehnsucht Wunderheilungen zu sehen und so weiter, doch war diese Sehnsucht eher
darauf basiert, dass ich etwas für meinen Glauben wollte und etwas wie eine Bestätigung suchte.
Ich fand Bibelstellen, in denen sogar die Jünger nach drei Tagen ihren Glauben verloren hatten und an Jesus zweifelten. Ich mein, die Jünger, die alles mit angesehen hatten haben sogar ihren
Glauben verloren und wenn dann nach Zweitausend Jahren einer von uns in Zweifel gerät, ist das ja nicht die größte Überraschung. Ich werde später weiter darauf eingehen wer Jesus für mich ist und
in wie fern sich etwas für mich verändert hat.
Diesen Tag ließen wir ausklingen mit entspannten Bibellesen und Lobpreis. Ich hab mich dann noch mit dem Jugendgruppen Gitarristen zusammen gesetzt
und wir haben Lieder ausgetauscht. Ich habe an diesem Tage „Dies ist der Tag den der HERR gemacht…“ in Nepali gelernt. Dieser Gitarrist schein alle seine Lieder auswendig zu können, was mich sehr
beeindruckt hat, denn in der Jugend wir ohne Projektor oder Gesangsbuch gesungen. Danach wollt ich dann auch streben, die Lieder auswendig singen zu können und unabhängig von den Möglichkeiten,
die mir geboten werden, Lobpreis zu machen. Damit endete auch der fünfte Tag. Ich muss hinzufügen, dass Dinge wie zum Beispiel das ständige Gehupe und der Lärm sehr ungewohnt waren, nach der Ruhe
in Norwegen und der frischen Luft. Nach „alle dem Guten“ empfand ich den Staub und den Rauch, den die Müllverbrennung auf offener Straße verursachte, als lästig und nervend. Es war für mich nicht
einfach, mich an die Umstände zu gewöhnen und mich so zu fühlen, als wäre das einfach ein „anderes zu Hause“.
(Jetzt denke ich ist es dann aber auch merkwürdig, das Norwegen das für mich bietet und ich mich hier wohlfühle…)
In der Nacht von diesem Tage auf den Nächsten kam Andrea zu mir, vielleicht gegen 2400, so dass ich schon seit drei oder vier Stunden schlief, und bat mich mit ihr zu reden und für sie zu beten.
Ich war super müde und schläfrig (als sie mich aufweckte, sagte sie dass sie mit mir reden müsste und weil ich so müde war hab ich sie gefragt wann
J…jetzt!), stand dann aber auf und ging mit ihr raus um zu beten, ich hab gefroren wie sonst was. Ich kam aus
meinem warmen Bett und in Nepal ist es des Nachts ziemlich kühl, so das ich fror. Wir beteten für eine Stunde oder so und dann konnte sie schlafen. Als ich zurück zu meinem Bett kam fragte mich
Sioma (also David) ob ich für ein kurzes Gebet sprechen könnte, das tat ich dann auch.
Der sechste Tag, ein Montag, wurde von uns genutzt ein HIV-Infizierten-Heim zu besuchen und mit ihnen zu beten. Anschließend, nach Tee und Gebet durften wir uns die Werke dieser Frauen anschauen
und auch erwerben. Diese Frauen verbrachten einen Großteil ihrer Zeit mit Basteln, verschiedene Ketten und Armbänder. Ich kaufte eine Kette und schenkte sie Erik, mit der Aussage, das ist die
Liebe Gottes. Nachdem wir einige Zeit in dem Heim verbrachten, welches Sharan-home genannt wird, gingen wir in die Stadt um dort ein wenig unsere Zeit mit Shopping und essen verbrachten. Am Abend
gingen wir zu unserem ersten „housemeeting“, welches daraus bestand, dass sich mehrere Leute in einen kleinen Raum zwängen und dort anbeten, singen und jemand eine kurze Andacht hält. Das Thema
des Abends war Freunde Jesu.
Nachdem Treffen gingen Erik, JP, Åge und ich noch in einen kleinen Laden um einen Milchtee zu trinken, welcher süß ist und sehr gut schmeckt. (in Tibet ist der Milchtee mit Salz und schmeckt
nicht so gut.) An diesem Tag wurde mir beim Bibellesen bewusst, das auch Mose mit Gott gekämpft hatte, wobei ich doch dachte dass nur Jakob das durchmachen musste. Alles nur weil Mose zu dem
Zeitpunkt noch nicht Beschnitten war. (Exodus 4, 24-26)
Am Dienstag dem siebten Tag der Mission, äußerte sich Andrea in unserem Teamtreffen über ihre persönlichen Zweifel am Glauben. Ich war froh dass ich nicht der einzige mit Zweifeln war und mit ihr
aber darüber reden konnte. Wir versuchten ihr zu helfen und ließen ihr die Freiheit in der Basis zu bleiben und Bibel zu lesen. Ich blieb mit ihr zurück und wir machten es uns gemütlich auf dem
Balkon und verbrachten die Zeit mit Bibellesen. Unser Guide erzählte uns einige Geschichten aus seinem Leben, mit unter auch das ein Toter wieder zum Leben erweckt wurde. Ich war überrascht und
erstaunt. Ich traf mich später dann wieder mit dem Jugendgitarristen, sein Name ist Birrin, um mit ihm Musik zu machen. Wir spielten für geraume Zeit und ich lehrte ihn „Lord of all creation“.
Am Abend hatten wir wieder ein der Haustreffen und Alec erzählte von der Lehre, „wie sich ein Christ zu verhalten habe“ und ich erzählte dann noch etwas zum Thema „Kraft Gottes“. Es handelte
davon, dass Gott nichts zu wiederholen braucht, um zu beweisen dass er Gott ist. Und dass das, was wir im Exodus lesen können Gottes Kraft zeigt und wir keine Heilungswunder brauchen um sehen zu
können, welch kraftvolle Persönlichkeit ist. Dieses Thema nahm ich selbst persönlicher als alle anderen, zu mindest denk ich das. Am Mittwoch nahm ich mir frei, weil mir alles zu viel erschien
und ich nutzte die Zeit zum Lobpreis und entspannen, Bibel lesen und Beten. Am Donnerstag fingen wir an mit dem anderen Team, aus Nordtun, welches dann auch weitere zwei Wochen mit uns in
Katmandu bleiben würde, Josua zu lesen. Das andere Team hatte die Missionsziele Nepal und Indien.
Wir würden also einige Zeit zusammen verbringen können, doch die verschiedenen Tagesziele würden wir getrennt in Angriff nehmen. An diesem Tag gingen wir, also mein Team, in die „brick-factory“
welches ein Landgebiet mit erhöhtem Lehmvorkommen ist, so dass die Einwohner, welche wirklich arm sind, Backsteine herstellen. Ihre Behausungen sind kleine Lehmhütten und sie scheinen von morgens
bis abends zu arbeiten. Wir kamen um ihnen vom Evangelium zu erzählen, was sich aber als nicht so einfach herausstellte. Ich erzählte es einem Mann der aber eigentlich Buddhist ist so seine
eigene Religion nicht verraten will. Am Abend ging es wieder zu einem House-Meeting. An diesem Tag empfand ich mich selbst in meiner „Learning-Zone“, in der Zone, in der man sich nicht wohlfühlt,
aber lernt. Ich empfand es als sehr anstrengend die ganze Zeit nur Englisch um mich herum zu haben. Ich vermisste meine Muttersprache, was mich noch mehr zum Bibellesen brachte, da ich meine
Deutsche Bibel hatte. Ich empfand mich selbst auch als sehr kaltherzig, weil ich nicht mit den Menschen mitfühlen konnte, weil alles so neu war. Ich bat Erik mit mir zu beten. Dieses Gebet an
diesem Abend war so gut für mich und mein Herz, ich empfand mich als so kaltherzig und als wir beteten konnte ich das alles einfach abgeben zu Gott und fühlte mich irgendwie leichter und
beruhigt.
Freitag war es wieder soweit, es ging wieder in die Jugend und wir hatten einen Gebets-Spaziergang, wobei ich mich nicht so richtig auf das Beten konzentrieren konnte, während wir dort
herumliefen. Und ich war wieder genervt, in meiner „Learning-Zone“ zu sein und unter Druck verschiedene Gottesdienste vorzubereiten. Wir sollten am Samstag und am Sonntag Gottesdienste haben,
doch keiner im Team hatte irgendwie das Gefühl etwas sagen zu können, so beteten wir, das wir beim Heiligen Geist geleitet werden würden. Am nächsten Morgen, als wir uns für die Koordination
zusammen setzten hatten verschiedene Personen verschiedene Dinge zu sagen, welche aber in einem großen Zusammenhang standen. So hatten wir am Samstag einen Gottesdienst mit dem Thema Gottes Liebe
und Freunde Gottes. Ich hatte dabei einen Predigteil von 35 Minuten. Anschließend hatten wir Abendmahl mit allen zusammen und nach dem Gottesdienst gingen wir Pizza essen. In Nepal gab es morgens
um 0700 einen Tee und um 1000 gab es ein Reisgericht. Abends gab es dann wieder Reis, so war es dann doch eine angenehme Abwechslung mal wieder Pizza zu essen. Zu dem Restaurant allerdings kamen
wir auf einem Dach eines Busses. Ich aß also Pizza und genoss ein Schoko-Milch-Shake. Als ich dann merkte dass ich doch ein Treffen mit Birrin vereinbart hatte und das war eigentlich schon vor
Zehn Minuten, so nahm ich ein Taxi zurück zur Basis, mit zwei anderen die zurück mussten und machte mich auf den Weg. Ich hatte dann noch eine gute und lustige Zeit mit Birrin, Shoshi und Co… das
waren die Freunde deren Namen ich mir nicht gemerkt hab, die aber mit uns rumgehangen haben.
Am Sonntag ging es dann um denn nächsten Gottesdienst, der ein JMEM (Jugend mit einer Mission) Familien Gottesdienst war und es auf einmal hieß: Okay Jan; Du, Åge und JP, ihr übernehmt spontan
die Kinder und macht was. Ich fand das gar nicht lustig, weil ich keine Erfahrungen mit Kindern hab und nicht wusste was ich machen sollte. Doch Åge
hatte ein Anspiel in seinem Kopf über den barmherzigen Samariter und so setzten wir das ganze dann in die Tat um. Während Alec die ganze Predigt schmiss kümmerten wir uns um die Kinder (wir
bekamen dann noch einen Übersetzer, der uns mit dem Programm und einigen Spielen helfen konnte). Am Nachmittag ging ich dann wieder zu meinen Freunden den Musikern, welche sich übrigens in der
Kirche eingenistet hatten; und das ca. 8 Minuten zu Fuß zu ihnen war. Der JMEM – Gottesdienst war bei uns in der Basis. Am Abend entspannten wir dann mit örtlichen Donuts, welche eine angenehme
Abwechslung zum ständigen Reis bildeten. Der Tag verging und ein anderer kam…der Montag.
Das Programm am Montag war der Buddhist Temple, mit dem herum liegendem Tibetian- Flüchtlings-camp…welches aus Häusern bestand wir aber nicht richtig sehen konnten, wegen der ganzen Shops, die
quasi die Sicht versperrten. In der Mitte auf einem großen Platz befand sich eine große Pyramide mit einer Goldspitze und drum herum bildeten die Shops quasi einen Ring, so dass die Touristen und
die Pilger einen Rundgang machen konnten und so ganz nebenbei die ganzen Shops mit Souvenir und Kram ihre Aufmerksamkeit fangen konnten. Ich bekam an diesem Tag Kopfschmerzen und der Tag schien
für mich gelaufen zu sein. Wir aßen noch typisch nepali Momo, welche eine Art Lange Tortellini sind, die in Wasserdampf zubereitet werden. Sehr
lecker, mit Chili-Soße und dann passt das schon. An dem Tag hatte Erik in dem Tempel ein paar Bekanntschaften gemacht, die er anschließen pflegen wollte, so dass wir uns im späteren Teil der
Reise noch mit einem Mönch zum Essen trafen, aber später mehr davon.
Nachdem ich früh zu Bett ging und wegen der Kopfschmerzen wieder aufwachte, um Tabletten zu nehmen (Danke Mama), war es auch schon wieder soweit…der nächste Tag brach an.
Es ist Dienstag und wir genossen wie fast jeden Morgen die Zeit zwischen 0700 und 1000. 0900 war unsere festgesetzte Team-Zeit und anschließen wurde der Tag als frei deklariert. Jon-Peter hatte
schon viele Beziehungen geknüpft und so kam es, dass wir mit zwei Mädels in deren kleinem Laden herum saßen und die Zeit damit verbrachten Nepali zu lernen und deren Englisch zu verbessern. Es
ging sehr lustig her und wir bekamen Stammgäste bei ihnen. Mandira und Manissa sind die Namen und sie erzählten, dass ihr Großvater von einem Dämon
besessen wäre und dass er unter Fiber leide. Sie erzählten, dass er sich im Winter herausgeschlichen hätte und weit weggelaufen sei, sich erkältet habe und dass manche Menschen ihn wirr schreien
hörten. Wir (Åge, JP und ich) gingen zu ihnen mit nach Hause und waren bereit für ihn zu beten. Wir kamen auch dazu, nachdem wir Zuckerrohr gegessen hatten (was sich einfacher anhört, als es
tatsächlich ist). Wir beteten und nachdem wir fertig waren fragte sie ob wir noch irgendwas zu ihm sagen wollten…wir wussten nicht was so sagte sie: „Gut dann wird er jetzt gesund werden…“ und
ich war sprachlos und stimmte einfach nur mit ein.
Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Stadt und genossen den Busverkehr. 38 Personen in einen Van. Doch war der Transport war sehr günstig (20Cent). Wir verbrachten die Zeit in der
Stadt mit Schokoladenkuchenessen und trafen einen Webdesigner, der Åge Privatunterricht gab für 30Min und uns anschließend zum Essen ausführte.
Mittwoch der 15 Tag des Missionseinsatzes.
Wir gingen heute auf eine Gebetswanderschaft…also wandern und beten für die umliegenden Dörfer. Wir erklommen zwei verschiedene Berge, auf dem ersten war ein Altar für einen Stein, der den Gott
der Fruchtbarkeit darstellen sollte, dort hatten wir eine Gebetsgemeinschaft. Auf dem zweiten Berg war eine Art Tempel, mit einem sehr engen Höhleneingang, der für Sünder nicht zu durchqueren
war, jedenfalls nicht auf dem Rückweg…aber sogar ich konnte das! Nach mehreren Stunden Wanderschaft kehrten wir zurück zur Basis und aßen wieder einmal Donuts und genossen die Zeit, die wir
hatten bis es wieder in die Berge ging um einer Hausgemeinschaft beizuwohnen und mit ihnen Gottesdienst zu halten. Auf dem Rückweg war es super dunkel und wir hatten nicht daran gedacht unserer
Taschenlampen mitzunehmen. So suchten wir in kleineren Gruppen unseren Weg zurück. Alec hatte eine Taschenlampe, aber JP und Åge waren so schnell dass ich mich an sie heftete und mit ihnen durchs
Dunkle lief. Das war ein Spaß
J .
Am Donnerstag hab ich mir persönlich wieder frei genommen, weil ich Magenbeschwerden hatte, was so viel heißt wie Diarrhö. Ich machte es mir so gemütlich wie möglich und versuchte die Zeit zu
genießen. Ich nutze hier die Gelegenheit zu nutzen die Toiletten ein wenig zu beschreiben. Es ist so dass ein Loch (ca.7cm im Radius) zur Verfügung
steht, so dass man ein Fuß rechts und ein Fuß links platziert und sich dann in die Knie begibt. In dieser Position verharrt man dann am Besten und versucht sich zu entspannen und den Druck
intervallmäßig kommen zu lassen. Gut so viel dazu…
An diesem Tag führte Gott mir Sünden in meinem Leben vor Augen, die ich dann später meinem Auserwähltem Seelsorger Erik in vollständiger Transparenz vorlegte, so dass wir gemeinsam dafür beten
konnten (Freunde…dat war unjemütlich!!!)
Freitag hatten wir einen Arbeitseinsatz in einem Waisenhaus und anschließend Evaluation mit unserem Guide, der uns die ganzen Beziehungen und Tageseinsätze organisiert. Positive Rückmeldungen von
beiden Seiten, was uns doch sehr zufriedenstellte.
Am Abend war wieder einmal die Jugendgruppe und wir konnten Øystein, unseren Baseleader, bei seiner Predigt Gesellschaft leisten und die Zeit genießen. In dem Moment waren schon viele Kontakte
geknüpft und wir konnten Späße machen und die Zeit in Freundschaft erleben.
Später am Abend ging es mir dann richtig schlecht, ich hatte heftige Halsschmerzen und war einfach nur noch schlapp…und am nächsten Tag sollten wir wieder auf Reisen gehen…wir verließen die Basis
in Katmandu mit dem Nepal/Indien Team und fuhren in Richtung Pokara eine weitere Stadt in Nepal, die mehr von Tourismus beeinflusst ist als Katmandu…es dauerte 6/7 Stunden und wir machten anfangs
eine Pause weil wir noch Visa für Tibet beantragen mussten. Ich traf einen Gitarrenlehrer der ein wenig angeben wollte und dem ich dann noch ein wenig Jazz beibringen konnte.
Ich kaufte dann noch 23 Kitkat und ein halben Liter Fanta für 3,75€…ich dachte ich hätte einen guten Preis gemacht als ich dann später in einem Supermarkt 44 Kitkat für 3,60€ gefunden hatte
J .
Die Straßen waren chaotisch und ich hatte immer noch starke Halsschmerzen. Ich muss hier an dieser Stelle sagen dass ich schon überaus starkes Heimweh hatte und meine Komfortzone vermisste
J…
Am Sonntag waren wir dann in Pokara und überlegten wie wir die nächsten Tage gestallten sollten.
Wir nutzten den Tag um Gottes Gegenwart zu suchen und zu hören ob Gott irgendwelche spezifischen Pläne mit uns hatte. Wir saßen auf der Dachterrasse und verbrachten die Zeit mit Lobpreis und mit
Beten. Auch nutzte ich die Zeit um einfach mal Pause zu machen…wenn ich das hier so schreibe klingt es als würde ich ständig nur Pause machen, aber die Zeit war einfach so erschöpfen und so
voller Eindrücke, die verarbeitet werden mussten und das braucht Zeit und Kraft.
Ich bekam vor dem Missionseinsatz von einem Propheten gesagt, dass bei mir etwas mit Heilung kommen wird uns ich dran bleiben sollte und so, ich war dann doch etwas enttäuscht als nicht passierte
als ich betete, doch trafen wir an diesem Abend einen Jungen, der mit Heilung schon ein wenig mehr Erfahrungen gemacht hatte und uns (Alec und mir) mehr davon erzählte. Er sagte er frage immer
Gott bevor er irgendwie in Aktion tritt und wenn Gott es wolle würde er einfach zu den Personen gehen und sie im Namen Jesu heilen. Das klang für mich irgendwie schwierig, wie soll man denn Gott
so genau verstehen und so. schwierige Angelegenheit…Jesaja 55,11 „So sell das Wort, das aus meinem Mund geht, auch sein: ´Es wir nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern tun, was mir
gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende´.“ Soll heißen, auch wenn ich oder jemand anders sich nicht dazu durchringen kann irgendwas zu
tun, was Gott will, kann er es zum Rechten bringen. Ich weiß nicht in wie vielen Situationen Gott uns manchmal zu Dingen beruft, die wir dann doch nicht tun weil wir zu schüchtern, zu faul sind
(oder was für welche Entschuldigungen wir sonst auch immer wieder hervorholen). Doch Gott ist größer als wir uns irgendetwas vorstellen können und wir das schon in guter Weise nutzen können was
wir gemacht haben…den es ist GOTT!
Am Montag dem 20stem Tag der Tour gingen wir in ein Tibetenlager, welches ich mir ganz anders vorgestellt hatte. Es bestand aus festen Hütten, wobei ich mir Zelte oder so vorgestellt hab…wir
besuchten auch ein Lepra-Kranken-Haus. Es waren wieder einmal viele neue Eindrücke und am Abend hatten wir einen Gottesdienst an dem wir einfach nur zuhören durften. Ich war aber schon abgefüllt
von den Eindrücken des Tages, so dass es mir schon schwerfiel mehr auf zu nehmen…
Der Dienstag war wieder einmal ein Tag an dem es mir aus Magengegend nicht gut ging und ich zu Haus blieb. Ich schrieb ein Lied namens „arise Oh Lord“ in dem es um die Zeiten geht in den Gott
nicht zu fühlen oder in seinen Werken zu sehen ist. „Why do you stand so far, Oh Lord? Why do you hide in times of trouble?...Arise, Oh
Lord…Lift up your Hand” …Ich hatte den Tag zuvor gefastet und an diesem Morgen gab es Brot und Erdnussbutter mit Marmelade (Woran ich mich dank der Amis schon gewöhnt hatte) So fühlte ich mich
ein wenig näher der Heimat…Ich hatte in dieser Zeit starkes Heimweh, weil alles so anders war und ich echt kein Bock mehr auf Reis hatte. Der Rest des Teams hatte das Ziel ein Dach eines Nachbar
Hauses zu reparieren. Und einige wanderten auf die umherliegenden Berge, zu Mindest auf einen. Am nächsten Tag gingen einige aus unserem Team auf einen Berg, um an einem zukünftigen, christlichen
Treckingzentrum zu arbeiten, was in dem Sinne eigentlich erstmal bedeutete ein Haus auf dem Gelände abzubauen, Stück für Stück im wahrsten Sinne des Wortes. Andere gingen in eine Kirchengemeinde,
um Christliche Basiseinheiten zu unterrichten. So auch ich. Ich sagte einiges zum Thema Buße und Vergebung. Am späten Nachmittag ging es dann für mich zu ersten Mal auf den Berg, in das Resort.
Wir übernachteten dort und ich hatte wieder das „Outdoor-Adventure-Feeling“ wie zu Hause in Norwegen. Wir machten Nudelsuppe und hatten Kekse und Schokolade zum Nachtisch. Ich war mehr als nur
Zufrieden, das war plötzlich himmlisch für mich. Das Schlafen unter freiem Sternenhimmel, welcher durch die Dunkelheit noch stärker sichtbar wurde. Ich genoss diese Zeit unglaublich. Ich sollte
erwähnen das Øystein mit uns war und das Essen zubereitete, was er als Leiter einer „Outdoor-Adventure-DTS“ (DTS bedeutet Jüngerschaftsschule) wohl hätte am Besten machen können. Welch ein Segen.
Wir gingen dann noch nachts auf die Spitze um für Pokara zu beten. Am nächsten Morgen ging es für mich und Erik wieder herunter vom Berg und zurück zum Unterrichten, diesmal sprach ich zum Thema
„Lobpreis und Anbetung“. Am Abend bin ich dann wieder herauf gestiegen, was wohl eher ein Laufen war, weil ich mit zwei Norwegern unterwegs war. Vollblutnorweger, ein Mädel ohne Rucksack und eine
Maschine namens JP (der Typ läuft mit einem Rucksack 100L auf dem Rücken und ein 80L frontal noch schneller als ich [dezente Übertreibung->dennoch fühlte es sich so an] und kommt nicht außer
Atem). Ich kam schweißgebadet am Haus auf dem Berg an und war schon reif fürs Bett. Wir brauchten ein bisschen mehr als eine Stunde und der Bus ist sogar langsamer!
Ich genoss auch diese Zeit wieder und wollte nicht mehr weg…mit dem Rückweg am nächsten Tag konnten wir uns Zeit lassen weil es ein freier Tag war und ein Freitag. Am späten Nachmittag gab es
dann noch ein Familiengottesdienst, bei dem erwartet wurde, dass wir etwas dazu beitragen. Wir bereiteten spontan eine Predigt vor und ein Anspiel. Das Thema war Bürden. Ich erzählte eine
Geschichte aus meinem Leben und nutzte knapp die gleiche Zeitspanne wie mein Mitprediger Erik (eigentlich der Hauptprediger). Wir bekamen danach Rückmeldung von einem Mitarbeiter, der uns Erik
als Lehrer und mich eher als Prediger einschätzte. Das war gut zu hören, denn das zeigte dass eine Entwicklung, ein Fortschritt geschehen sein musste.
Der nächste Tag war davon geprägt, dass wir einen Kindergottesdienst mit den Slam Kindern abhielten und mit ihnen spielten. Abends wurde uns Unterricht erteilt von einem Team aus Colorado von
einer Schule mit dem Fokus „Gebet und Geistliche-Kriegsführung“. Sie hatten dann auch noch einige Eindrücke für uns und hatten für jeden aus unserem Team ein ermutigendes Wort. Wir hatten diesen
Unterricht mit dem Nepal/Indien Team zusammen. Im Nachhinein würd ich sagen, dass mir dieser Unterricht sehr geholfen hatte und mich stark ermutigt hatte. Sie sagten auch, dass wir uns in
Tibet/China wie Touristen fühlen würden, doch durch unsere Anwesenheit etwas im Spirituellen verändern würden, was ich jetzt auch sehr gut nach voll ziehen kann.
Nun ist es auch schon wieder Sonntag und es ist der 26ste Tag der Tour. Es ist Zeit für uns auf den rumpligen Straßen zurück nach Katmandu zu kehren bevor wir uns dann ganz verabschieden von
Nepal und uns auf den Weg nach Tibet ->Lhasa machen. Wir hatten eine nicht ganz so angenehme Reise und erreichten nach einer Taxiabzocke die JMEM-Basis in Katmandu. Durch das Nehmen der Busses
nach Katmandu sparten wir 3000 Rupis (30€) und die sind wir dann wieder bei den Taxifahrer losgeworden, weil die uns zuerst zum falschen „Hadegau“ brachten. Wir wussten selbst nicht dass es dort
zwei verschieden gab und wir nun hatten wir das Problem beim Falschen zu sein. Ich kann nicht sagen ob das alles mit Absicht geschehen war, jedenfalls ärgerte es mich dass wir nicht Geld sparen
konnten.
Montag wurde der Buddhist in Angriff genommen, wir wollten ihn besuchen und mit ihm über Religion sprechen. Wir trafen diesen Mönch und hatten unseren Übersetzer dabei, der uns sehr behilflich
war und auch seine Meinung mit einfließen lassen hat. Wir sahen den Tempel der Buddhisten, ihren Altar und ihren Garten des Frieden und der Freiheit. Wir redeten mit ihm stundenlang und gingen
anschließen mit ihm Essen um auch beim Essen noch weiter über Jesus zu reden. Wir versuchten seine Vorstellungen vom Christentum und vorzugsweise über Jesus zu korrigieren. Er hatte von seinen
Dorf, in dem er aufwuchs vermittelt bekommen, das diejenigen, die die Bibel lesen sterben werden…oder so. Sehr verwirrte Ansichten, die dieser Menschen hatte. Wir erzählten ihm ein wenig mehr von
der Bibel und von der Erlösung durch Christus.
Anschließend gingen einige von unserem Team in die Stadt, so wie ich und mein Zimmerkamerad Alec Offner, um die Stadt ein letztes Mal zu sehen und zu genießen. Alec und ich nahmen eine Massage
und aßen anschließen ein Stück Schokoladentorte. Sehr gut! Nach dem Stück Torte gingen wir in ein christliches Café um dort einen Tee zu trinken und ein wenig über die Zukunft zu sprechen.
Dabei trafen wir dann einen außergewöhnlichen Mann namens Bobby Hill. Wir erzählten das wir nach Tibet gehen würden und er empfahl ein Café in dem er schon lange Gast ist und den Besitzer kennt,
welcher Doug heißt (wichtig für später!). Er und seine Freunde beteten noch für uns und wir verließen das Café in Euphorie.
Der nächste Tag bestand schon wieder nur aus Reisen. Wir hatten die Nepali-Tibet-Grenze als Reiseziel. Wir verbrachten die Fahrt in einem Bus mit drei anderen Nepalies. Die Fahrt war ziemlich
friedlich und wir erreichten die Grenze nach vielen Stunden. An der Grenze mussten wir verschiedene Formulare ausfüllen und auf einmal wurde Åge bewusst, dass sein Reisepass nicht mehr an Ort und
Stelle war, sonder irgendwie verschwunden war. Wir suchten und beteten und kamen auf die Idee beim Bus zu suchen. JP und ich gingen zurück und fragten den Assistenten des Busfahrers ob er wüsste
wo sich der Brustbeutel befand in dem der Reisepass war. Und siehe dar, da holte der Junge auf einmal einen Beutel hervor und gab in mir. Ich guckte und checkte kurz ob alles da sei (obwohl ich
nicht wirklich wusste was alles drin sein sollte…), der Reisepass war da und das schien die Hauptsache zu sein. Der Junge wollte Geld dafür haben und dachte ich solle doch wohl ein gute Vorbild
sein und einen guten Eindruck hinterlassen, so gab ich ihm was in dem Beutel war, -> 10U.S. $...tja da hatte der Junge wohl einen guten Fang gemacht.
Wir kamen endlich über die Grenze und konnten unsere Reise mit unserem neuen Guide fortsetzen.
An der Grenze wurden unsere Gepäcke gescannt und anschließend durchsucht. Die Gepäcke wurden insgesamt drei Mal durch scannt und einmal durchsucht. Nach dieser Tortur konnten wir unseren Weg
fortsetzen. Der neue Guide war ein sympathischer Mann Mitte dreizig. Fließendes Englisch machte die ganze Angelegenheit auch einfacher. Wir gingen nach einer weiteren Stunde Etwas essen und
entspannten ein wenig bevor es wieder ins Auto ging um weiter zu reisen. Wir übernachteten in einem Haus, das wohl so etwas wie ein Hotel war. Wir gewöhnten uns mittlerweile an den
Lebensstandart, der deutlich unter dem Gewohnten ist, wir aber dennoch überlebten . Wir schliefen in super kalten Räumen und ich war sehr glücklich
meinen Schlafsack zu haben mit der Komfortzone minus 25 grad Celsius…