Sunday, 30. may 2010 7 30 /05 /Mai /2010 14:37

So Leute,

Die DTS ist jetzt vorbei und ein neues Kapitel meines Lebens beginnt wieder...

 

Wir haben uns ausführlichst verabschiedet und Stück für Stück wird die Gruppe der "Übergebliebenen" kleiner und kleiner.

 

Ich sitze hier und schreibe meine letzten Zeilen aus Norwegen...bezüglich meiner DTS...

 

Ich komme am Montag nach Hause und freue mich schon auf all die Geschichten die auf mich warten...

 

An alle die mich unterstützt haben...vielen Dank für die Gebete, die Finanzen und für das Lesen meiner Geschichten und Erlebnisse...

 

 Wir sitzen hier in einer Freikirche, die unsere Schule sehr unterstützt hat, übernachten hier auf Montag und genießen noch die letzten Stunden in Gemeinschaft...

 

 

Ich habe keine weiteren Geschichten zu erzählen, sondern werde einfach nach Hause kommen und den Rest machen wir dann von Angesicht zu Angesicht...

 

 

also herzlichsten Dank an Alle

 

 

 

bis ganz Bald

 

(dieser Blog wird nicht mehr beschrieben, gibt also keine weiteren Neuigkeiten mehr!)

 

Jan

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von JayKay - veröffentlicht in: Norwegen - DTS
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Thursday, 13. may 2010 4 13 /05 /Mai /2010 21:14

Hey Leute...

 

 

kurze Meldung was der Jan so in Norwegen wieder erlebt.

 

Ich bin die letzten Tage viel Unterwegs gewesen, hab aber auch viel mich aber auch viel entspannt, so ist das ja nicht.

 

Das letzte Wochenende waren wir in Bodø und haben an einer Gebetskonferenz teilgenommen, doch war es aber viel mehr ein Seminar und ich fand das nicht ganz so hilfreich...

 

naja am Samstagabend sind wir im Glashaus, der shoppingmal ind Bodø, eingezogen und haben dort um Mitternacht angefangen Waffeln auszuhaendingen. Waffeln und Kaffee fuer die Betrunkenen Diskobesucher...wir hatten viel Spass und es war irgendwie eigenartig, dass die Sonne gar nicht mehr unterging...so waren wir einfach super gefuehlt mit Energie und wurden auch nicht muede...die letzten Waffeln gingen um 0600 raus...:D

 

Am Montag ging es dann fuer meine Gruppe Sea-kayaking, das bedeutet ein spezielles Kajak, mit einem Heckruder, welches mit den Fuessen gesteuert wird...

 

Wir sind dann also auf einem eiskalten Fjord mit den anfangs sehr wackeligen Kajaks herumgefahren und haben die Wellen und den Wind genossen und um jeden Meter gekaempft...

 

nach einer Pause auf einer Insel setzten wir dann auch unsere Reise aufs offene Meer fort, wo uns kraeftiger Wind erwartete und riesige Wellen...

 

Nach 17 hart erkaempften Kilometern gegen den Strom gingen es total erschoepft nach Hause und gleich wieder auf den naechsten Trip, auf eine Huette in den Bergen...der Aufstieg mit den ausgelaugten Koerpern war eine echt zeerende Angelegenheit.

 

 

Wir wollten eigentlich auf der Berghuette verweilen und Fischen, doch der See an der Huette war einfach zugefroren (so eine Frechheit...:D)...wir entspannten uns einfach und genossen die Aussicht und gutes Essen :D

 

Ansonsten liegt noch ein grossen Jugendlager an, welches jetzt am WE stattfindet...und der langsam zunehmende Abschied...

 

Aus dem Grunde ist es fuer mich auch immer schwerer zurueck zu meinem Blog zu finden und die aktuelle Lage zu beschreiben...

 

 

geniesst die Zeit Leute...

 

Der Jan aus dem hohen Norden...

 

 

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von JayKay - veröffentlicht in: Norwegen - Outdoor
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Wednesday, 31. march 2010 3 31 /03 /März /2010 21:37

 

So Freunde, ich berichte von den drei Tagen, die wir draußen im Eis/Schnee verbrachten. Der Plan sah folgendermaßen aus. Raus in den Schnee (weit weg von der Base), Schneehöhlen bauen und genießen, wobei sich der zweite und der dritte Tag mit anderen Dingen befassen sollten, denn mit Schneehöhlen. Wir fuhren also raus, in den Norden, wo der viele Schnee liegt und es „einfacher“ sein sollte, eine Höhle zu bauen. Wir fuhren am Dienstagmorgen in der Frühe gegen 0700, nachdem wir unsere Rucksäcke in den Bussen verstaut hatten, unser Frühstück zu uns genommen hatten und für vier Tage „Lunchpakete“ gepackt hatten. Die meisten Lunchpakete sahen so aus, dass so viel Schokolade und Erdnussbutter wie möglich drauf passte und dann gequetscht in den Rucksack gepresst wurde, mit dem Hintergedanken, dass ich ziemlich stark frieren werde und viel Energie verbrenne. Die drei Schlüsselwörter sind:

  • Essen (Energie rein…)
  • Bewegen (Energie in Wärme umwandeln…)
  • Trocken Kleidung (Isolationsversuch der Wärmeenergie!)

Und daran wird sich jeder dann auch draußen in der Kälte halten. So geschah es dann auch, dass wir uns auf dem Weg nach „Draußen“ befanden. Nicht wirklich ahnend was kommen würde, saß ich also in unserem Wagen und freute mich wieder einmal aufs Extrem. Je näher wir dem Norden kamen desto weißer und wurde die Umgebung und desto höher türmte sich der Schnee. Die weiße Schnee-Wunder-Märchenlandschaft beeindruckte mich so sehr und ließ mich immer wieder von vorherigen Skiurlauben träumen…

Ich konnte mir von David F. Langlaufski leihen, weil er entschied nicht mit zu kommen.  Ich hatte also Ski und Schuhe und was man noch so alles braucht, wie Gamaschen (damit beim Graben der Höhlen der Schnee nicht in die Schuhe fällt und man nasse Füße bekommt), eine wasserdichte Hose und nun hat man doch immer wieder das Gefühl, dass man etwas vergessen hat, doch nicht diesmal. Wir erreichten nach unglaublich langer Zeit (zu Mindest gefühlte Zeit) den Ort an dem wir heraus hüpfen durften, aus dem Bus und uns ans verpacken der Lebensmittel und des Kochequipments machten. Ich endete ab mit einem ~20kg Rucksack, als wir dann auf den Langlaufskiern in Richtung weiße Unendlichkeit (und Richtung Berge) in Bewegung kamen fühlte ich die unglaubliche Unsicherheit auf den Skiern und wurde mir meines Gleichgewichts wieder bewusst. Sehr gewöhnungsbedürftig mit einem Rucksack (auch noch mit dem Gewicht) Ski zu laufen. So ging es dann eine Weile, als wir dann so nach 15 Minuten einen Ort erreichten, an dem Schnee gemessen wurde und das Potenzial für Schneehöhlen geprüft wurde. Parallel wurde das Skifahren ohne Rucksack genossen und eine Art Schneezufluchtsort gebaut, jedenfalls angefangen, was wiederrum abgebrochen wurde, als JP (der wahre Brecher) einen Ort fand mit Schneetiefe 4m. So wurde die Gruppe also zu diesem Ort versetzt und begann das Graben und Schaben der Höhlen. Wir investierten vielleicht 6 Stunden bis die ersten Höhlen beschlafbar waren. Die ersten Höhlen waren gegen 2200 fertig, wir arbeiteten so schnell und viel wie es ging, genossen zwischendurch ein gutes Essen (Kartoffelbrei mit Bockwürstchen) und arbeiteten wieder.

Die Nacht zuvor hatte ich ziemlich Panik, was den passieren würde, wenn die ganze Schneedecke auf uns fallen würde und wir nicht mehr atmen könnten oder so…Doch konnte ich mich selbst beruhigen, im Bewusstsein, das Gott die Physik so geschaffen hatte, das die Decke, wenn man sie wie eine Kuppel formen würde auch nicht einstürzen würde. So viel zu Statik und so…welch eine schöne Sache auf die ich dann vertrauen konnte. Ich wusste dass Gott alles perfekt macht, so auch dies.

Als wir nun endlich in unseren Höhlen lagen und schlafen durften, hatte ich die Ruhe weg und war einfach nur Müde, beschaute unsere Decke, welche eine glitzernde Kuppel aus scheinbar weißen Diamanten bildete. Ich war zufrieden und konnte dankbar, für den Spaß den wir hatten, in meine Träume fallen. Ich versuchte die erste Nacht meine Kleidung in meinem Schlafsack zu trocknen und wechselte den Zustand zwischen Frieren und gemütliches warm sein.

Der Morgen wurde dann von warmer Sonne geprägt, welche ich dann nutzte um den Schlafsack zu trocknen und meine Kleidung komplett zu trocknen.

Meine Nässeschutzhose und meine Jacke waren schon nach kurzer Zeit wieder steifgefroren und ich musste mich in Bewegung halten um nicht ganz zu erfrieren. Nach dem Frühstück (Haferschleim mit jeder Menge Zucker, Zimt und Butter->Energie) fingen an eine Feuerstelle zu schaffen, was für uns bedeutete zwei Meter Schneetiefe im Kreisradius von 4 Metern wegzuschaffen. Das war eine schweißtreibende Angelegenheit, das sag ich euch…

Nach unserem warmen Mittagessen ging es für mich und einige andere auf einen Gipfeltrip auf unseren Langlaufskiern. Steil bergauf. Jon Peter immer voran. Da Lawinengefahr herrschte, in diesem Gebiet, konnten wir den Gipfel nicht erreichen und mussten ihn umgehen. Nach einiger Zeit ging es dann auch wieder Bergab. Wir versuchten uns in Abfahrtski auf den Langlaufskiern, was fast unmöglich ist. Wir fielen also manchmal direkt nach vorn, weil der Schnee an manchen Stellen weicher war und uns stärker bremste. Der Ausdruck Faceplanting bürgerte sich ein, weil viele einfach nach vorn auf ihr Gesicht fielen.

An diesem Tag spielten wir auch das Spiel „secret friend“ bei dem jeder einen Namen zog und versuchte diesen Jemand zu bereichern durch guten Zuspruch oder durch Schokolade, oder durch irgendetwas anderes. Das Ziel dabei war anonym zu bleiben, weil am Abend bei großen Lagerfeuer die Evaluation statt fand.

Die Nacht verlief gut, störungsfrei und ich schließ warm und gut. Am morgen wollte ich dann meinen Schlafsack nicht mehr verlassen, da es doch ganz schön kalt war, wieder in die nassen Klamotten zu steigen und sie durch Körperwärme wieder brauchbar zu machen. Das Essen half natürlich die Wärmeregulation wieder anzukurbeln. Die ganze Gruppe ging an diesem schönen Tag durch die weiße Märchenlandschaft Langlaufskifahren. Der Schnee war in perfekter Konsistenz und die Menschen in guter Laune, die Luft war klar so wie der blaue Himmel. Nichts stand einem genussvollen Trip durch das Weiß entgegen. Wir Bewegten uns einige Stunden und fanden dann einen Platz an dem wir uns Windschutzmauern bauten, um in Ruhe unser Picknick zu uns zu nehmen.

Wir setzten unseren Trip für circa 1 ½ Stunden fort und fingen dann an eine Überlebenshöhle zu erstellen. Wir gruben einen Graben, bauten eine Mauer und deckten mit Hilfe unserer Skier ein Dach ab und deckten es dann mit Eisblöcken zu. Parallel dazu wurde Holz für ein riesen Feuer gesammelt (und Bäume gefällt). Wir versammelten uns dann in der Höhle, versuchten dort zu verharren, als wäre ein eisiger Schneesturm draußen. Meine Kleidung war klitschnass und ich qualmte so vor mich hin, doch der Vorgang des Trocknens war ein Kühlungsprozess für meinen Körper, so dass ich die Höhle dann verließ und zum Feuer ging um mich aufzuwärmen und um ein wenig mit dem Feuer zu spielen. Nach einigen Stunden ging ich müde und wieder frierend zu Bett, wenigstens konnte ich meine Kleidung am Feuer trocknen.

Am letzten Morgen wusste ich, dass wir den Platz verlassen würden und nun meine Geschichte mit der Schneehöhle nach Hause gehen sollte, ich war begeistert euch davon zu schreiben. Doch dauert es immer so endlos lang die vielen Wörter in den Computer zu hämmern. Ich malte mir schon die wildesten Geschichten aus die ich euch schreiben würde, doch bleib ich hier einfach mal bei der Wahrheit und beschreibe nur wie es für mich war. Ich denke es war so cool und in dem Moment genoss ich es stark zu sein und es auf mich zu nehmen meine über Nacht wieder zu Eis gewordenen Kleidungsstücke an meinen bettwarmen Körper zu bringen. Ja ich dachte wirklich dass es außergewöhnlich ist, dass ich auch noch Spaß dabei habe.

Wir packten also unsere Sachen, genossen noch einmal den Ausblick und versuchten unsere super schweren Rucksäcke zurück zu den Autos zu bringen. Nachdem das endlich geschafft war, funktionierte ein Auto nicht mehr und wir beteten. Mit Hilfe der vielen starken Studenten konnten wir das Auto in Bewegung versetzen und dann auch zu fahren bringen. So geschah es das wir wieder nach vielen, vielen Stunden zurück zur Base kamen und das Abenteuer zu Ende war.

Das nächste Abenteuer lies nicht lange auf sich warten, denn ich fuhr an gleichen Abend noch zu einen Jugendcamp, 4 Stunden entfernt, aber das…ist eine andere Geschichte…

 

 

 

 

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von JayKay - veröffentlicht in: Norwegen - Outdoor
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Saturday, 13. march 2010 6 13 /03 /März /2010 20:11
00001Wie haben schon am ersten Tag in Tibet eine Höhe von 3700 erreicht und am nächsten Tag nach einem super guten Frühstück (Pfannkuchen mit Omelette und Zucker oder Marmelade drauf…) Verließen wir den Stadt um uns wieder auf die Straße zu begeben, Richtung Lhasa. Unserer Höhepunkt des Tages, war wohl im Sinne des Wortes, die Höhe 5400m ü. NN. Ich bekam auch gleich ein wenig Übelkeit und blieb im Bett, während die Anderen sich zum Abendessen begaben. Danach hatten wir eine Zeit im Gebet und Lobpreis. Wir hatten soweit ein sehr gutes Teamverhältnis und offene und ehrliche Runden, der Gefühlsäußerungen. In Shi kazé (ein Ort auf dem Weg nach Lhasa) besichtigten wir eine der größten Tempeleinrichtung/ Kloster der Buddhisten, ich erinnere mich nicht mehr, ob es die erst größte oder die zweit größte Einrichtung ist. Nach drei Tagen Fahrt erreichten wir endlich Lhasa! Wir wurden in einem Hotel untergebracht mit westlichem Standard. In der Nacht hatte ich schlimmste Diarrhö und war froh eine westliche Toilette zu haben. Dann war es auch wieder so weit, es war Freitag und wir hatten einen Tag frei und konnten die Stadt und die ganzen kleinen Läden auskundschaften. Das Frühstück ausgenommen, aßen wir nur Nudeln aus kleinen Pappbechern, welche unnatürlich scharf waren und man ganz schnell satt wurde. Wir nutzten den Tag um miteinander Gottes Gegenwart zu suchen und einzutauchen, entspannt genießen. Wir lasen zusammen „Brief an die Römer „ Kapitel 3 und 4 und tauschten uns dann darüber aus. Als wir da so zusammen entspannt die Zeit nutzten ist mir klar geworden, wie gesegnet ich bin mit meiner Familie, mit meinen Eltern, die mich unterstützen und mir Freiraum geben das Leben zu entdecken, meinen Schwestern, die nicht mit mir in Konkurrenz leben sonder ihr Herz mit mir teilen und bei denen ich sein kann wie ich bin und mit denen eine Geschwisterliebe eine Basis bildet, die jeder begrüßt. Man merkt erst was man hat wenn man ein wenig Abstand dazu hat. Ich ging später noch mit Alec zu einem Friseur, der von uns 10 Yuan (1,25€) haben wollte für einen Haarschnitt. Wir dachten dass das ein gutes Angebot wäre und gingen darauf ein. Doch nachdem wir unseren Haarschnitt bekamen wollte der Typ auf einmal 100 Yuan haben von jedem. Naja danach waren wir beide in einer schlechten Laune, weil wir auch noch bezahlten. Später erzählte uns ein Deutscher, den wir „rein zufällig“ trafen, dass wir einfach hätten das Geld hinlegen sollen und den Laden verlassen sollten. Tja so lernt man dazu. Mit dem Deutschen hab ich dann ein wenig reden können und war froh mal wieder Deutsch zu sprechen. Durch diese ganzen neuen Sprachen ist man ständig unter Konzentrationsdruck…so erging es mir, da ich ja auch nicht das ständige Englisch und Norwegisch gewohnt bin. Der deutsche Graphikdesigner studierte in Beijing für ein Auslandssemester und so kam es das wir ihn in seinen Semesterferien in Tibet fanden. Zur Überraschung tauchte er dann auch noch am nächsten Morgen in unserem Frühstücksraum auf und konnte uns ein wenig mehr über seine Religionsansichten erzählen. Anschließend schenkte er mir lauter warme lange Unterwäsche, eine Gor-Tex (Fake) Jacke, eine Mütze und einen Schlafsack, den ich dann noch weiter gab an eine bedürftige junge Dame aus Ungarn. All das schenkte er mir weil es zu viel war in seinem Gepäck und ich erwähnte eine solche Jacke kaufen zu wollen. Ich gab im was ich hatte und das waren 73 Yuan…also weniger als für den Haarschnitt . All das geschah am Morgen, anschließen gingen wir zum Potala Palast welcher der größte Palast der Buddhisten ist und der erste Teil (rot) entstand im 7. Jahrhundert nach Christus, der zweite Teil (weiß) entstand im 17. Jahrhundert n.C. . Die Besonderheit war, das die Männer die ganzen Steine und Baumstämme und alles mit eigenen Händen, ohne Hilfsmittel heraufschleppten. Beeindruckendes Bauwerk…doch für mich nicht ganz zu verstehen warum die so ein Aufstand um ihre Lamas (die Buddhistischen Mönche) machen. Naja so viel zur Weltanschauung und so weiter. Ich lernte auf jeden Fall mehr über die Kultur und das Leben in Tibet. An diesem Tag bekam Sioma eine E-Mail von einem Jakob und keiner konnte sich an Jakob erinnern. Es war nämlich so dass Andrea ihre 2000€ Kamera verloren hatte, oder mehr oder weniger sie geklaut wurde von einigen Dorfjungen, wie es sich später herausstellte, und Die Gruppe aus Colorado wurde von einer Lehrerin aus dem Dorf kontaktiert, diese wussten das es Andreas war, weil sie die Fotos anschauten und sie gaben die Kamera Jakob. Nun wollte Jakob nach Neu Delhi und er wusste, dass auch unser Indien Team da sein würde. So gaben wir ihm die Nummer, um den Leiter des Indien- Teams zu kontaktieren und ein Treffen zu vereinbaren. So geschah es, dass auch Andreas Kamera wieder gerettet wurde, aber die Fotos immer noch verschollen sind. Der nächste Tag war eine Überraschung für mich denn Erik hatte Geburtstag und das kam erst raus als es schon später Nachmittag war. Wir spielten tagsüber mit den Kindern des Waisenhauses, welches wir besuchten und ihnen Geschenke, wie z.B. Tennisbälle, TT-Equipment und andere Sportartikel…, mit brachten. Am Abend feierten wir dann Erik Geburtstag und jeder hielt eine Rede und erwähnte positive Dinge die er mit Erik erlebte oder an ihm sah… Ich war auch super froh weil ich an dem Abend noch die Championship-Conference der NFL checken konnte. Ich verpasste aber leider den Superbowl und musste mir die Kurzfassung bei nfl.com/videos angucken. Wir waren wieder auf Reisen es ging nach Xining in einem Zug mit Betten. Die Fahrt war angenehm und dauerte 24 Stunden. Am Dienstag konnten wir dann einen Norweger treffen, der sich selbst schon Tibeter nennt weil er schon seit Jahren dort lebt. Wir trafen auch eine Deutsche Au pair, welche sich uns anschloss, weil sie sowieso gerade Ferien hatte. Wir verbrachten einige Zeit in ihrem Haus und ich konnte mir auf ihrem Computer die Superbowl-Ergebnisse anschauen. Wir übernachteten dann in einer Jugendherberge in einem Hochhaus im 16.Stockwerk und hatten einen super Ausblick über Xining. Am nächsten Tag fuhren wir zum Haus des Norwegers (sein Name darf hier nicht genannt werden…Lord Voldemort…hahaha), welches sich an einem großen Eissee befindet mit Bergen auf der anderen Seite. Wir verbrachten die Zeit mit Lobpreis und Bibeldiskussionen. Als Wärmequelle diente ein Offen in dem wir getrocknete Jak-Exkremente verbrannten. Wir saßen also eng um diesen Offen kochten Wasser und unterhielten uns scheinbar für Ewigkeiten. Am Nächsten Tag hieß es Aufräumen und Jak-Exkremente sammeln…die Fladen, die am leichtesten waren hatten am wenigsten Flüssigkeit in sich, so das wir na jenen suchen sollten. Wir sammelten jeder einen 80L Sack und dann sollte das für unsere Zeit im Hause N. [„Voldemort“ (scherz)] reichen. Es war eine wirklich interessante Zeit und Erfahrung dort zu sein und mehr von unserem Begleiter zu lernen. Die Zeit verging wie im Fluge und ich ging schon wieder zu Bett. Wir hatten am nächsten Tag die Erlaubnis die Zeit zu nutzen um die Berge ringsherum zu besteigen. Das tat ich auch, wobei ich die Höhe und den Sauerstoffmangel schnell zu spüren bekam. Ich wanderte drei Stunden bergauf, bis ich super durstig wurde und mein Wasser sich dem Ende neigte. Ich konnte den Mangel an Sauerstoff und das viele Rumsitzen merken und kehrte kurz vor dem Gipfel um, weil ich einfach zu erschöpft war. Ich kam nach weiteren 75 Minuten an unserem Haus an und fiel nach einer Banane und einem Liter Wasser in mein Bett, „Mittagsschlaf“. Während des Aufstiegs dachte ich viel an die Zeit zu Hause und betete für spezielle Personen, darunter auch mein alter Kamerad vom Bund, welcher nun unter Krebs leidet. Tja da war es auch schon der 39ste Tag der Tour und es war in Tibet Neujahr. In Tibet wird Neujahr zwei Wochen lang gefeiert. Es besucht sich jeder und schenkt sich gegenseitig teure Nahrungsmittel und verbringt die Zeit zusammen. Auch wir besuchten mit unserem Freund verschieden Familien, die er schon seit Jahren kennt. Wir bekamen so einen Eindruck wie man so in Tibet lebt; und nicht als Tourist sonder als traditionelle Familie. Wir gingen später mit unserem Freund in einen Sanddünen Bereich und „wanderten“ ein wenig, wobei es eigentlich darum ging, auf die riesen Dünen herauf zu kommen, manch langsamer als andere, und dann wieder herunter zu laufen…scheint mir sinnlos hat aber riesig Spaß gemacht. Wir wurden anschließend wieder eingeladen um einer weiteren Familie Gesellschaft zu leisten. Wir befanden uns zu der Zeit immer noch auf einer Höhe von 3700m. Die Luft ist deutlich dünner. Auch der nächste Tag wurde investiert unsere Fitness zu verbessern und wir gingen wandern. Nach vier Stunden kehrte der erste Trupp zurück, nach Sechs Stunden der letzte (nicht weil sie langsamer waren, sonder weil sie weit mehr Weg hinter sich lassen wollten und ihnen die Gruppe zu langsam war). Wir ließen den Tag entspannt mit Römer 8 ausklingen. Montag, Tag 41, wurde wieder mit reisen verbracht, wobei wir die Natur bewundern konnten. Wir kamen nach Ushu und am folge Tag hatten wir frei, um den neuen Ort genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir hatten drei Tibeten die mit uns Englisch lernen sollten und für uns übersetzen sollten. Wir verbrachten die Zeit mit ihnen und liefen durch die Stadt. Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Kloster in den Bergen und besuchten dann die Familie eines Mönchs. Am Abend gingen wir zu einem Kultur-Neujahr-Fest und sahen traditionelle Tänze und Sänger, Comedy und so weiter. Wir konnten leider nicht so viel verstehen, weil alles in Tibetisch war. Anschließen gingen wir groß essen weil JP Geburtstag hatte. Der nächste Tag bestand wieder nur aus Reisen. Wir bewunderten die Landschaft und den Komfort in unseren Land-Cruisern kehrten ein in eine weitere Jugendherberge und gingen am nächsten Morgen auf einen Berg um auf 4300m eine Lobpreiszeit zu haben. Freiwillige setzten ihren Weg fort um einen 5000ner zu besteigen (so auch ich) und anschließend erschöpft zurück zu den Autos zu kehren und die Reise durch die Grasgegend Tibets fortzusetzen. Wir fuhren zum nächsten Ort, an dem wir dann auch einen weiteren Tag verweilten. Ich kaufte dort eine Gor-Tex-Jacke, welche auch wirklich wasserdicht war (für 225Yuan- 30€). Wir waren nun wieder auf dem Weg in die nächste Gegend und besuchten eine weitere Familie, die unserem Freund sehr nahe steht. Diese Familie ist dadurch sehr interessant, dass sie eine echte Normmadenfamilie ist. Wir machten unseren Weg an dem Tag bis nach Ushu zurück. In Ushu konnten wir einen weiteren Freund unseres Freundes besuchen, welcher einer der kommunistischen Führer ist in Tibet und wurden mit einem super guten Essen versorgt. Wir feierten mit ihnen Neujahr und konnten dennoch nicht wirklich mit ihm kommunizieren. Wir füllten unsere Bewerbung um eine Visaverlängerung aus. Wir gerieten dann aber nach einiger Zeit unter Zeitdruck weil wir dann doch früher in Xining sein mussten, aber dazu komm ich später noch. Wir stoppten an einem Fluss der halb zugefroren war und hielten dort eine Lobpreiszeit ab. Durch die Lobpreiszeit haben wir eine Verzögerung hereinbekommen und mussten in einem Ort übernachten, der nicht als solcher geplant wurde, doch dort trafen wir eine Nonne (buddhistisch) und kehrten bei ihr ein. Es stellte sich heraus, dass sie einen Bruder in Oslo hat und wir die Kontaktdaten bekamen. Auch hatte unser Hotel keine Toiletten, sonder wir mussten in die Straße gegenüber gehen und uns eine Ecke suchen, in der wir unser Geschäft verrichten konnten. Der nächste Tag sollte es für uns in sich haben…wir waren wieder unterwegs als wir in ein Dorf kamen mit wunderbarer Holzkunst. Die Häuser waren auf einmal riesig und sehr vermögend. Wir stoppten dort und spielten mit den Kindern, gingen in die Häuser und wurden auf Tee eingeladen. Sioma, Alec und ich landeten in einem Haus und versuchten von Jesus zu erzählen, doch war die Sprachbarriere zwischen uns. Nach geraumer Zeit setzten wir unseren Weg fort und um 0100 kamen wir an eine Polizeisperre, welche uns nicht passieren lassen wollte. Wir mussten also nachts um eins umkehren und eine Unterbleibe suchen, was sich als ziemlich schwierig herausstellte, da die Stadt, in die wir nach einer weiteren Stunde kam, wie tot war. Auch mussten wir uns noch bei der Polizei registrieren und es zog sich alles in die Länge. Ich saß dann um halb zwei in einem Polizeiraum mit einem Polizisten und schaute Fernsehen, während unsere Übersetzter alles regelten, da auch unsere Reisepässe für die Visaverlängerung nach Xining unterwegs waren, mit jemandem, der den kurzen Weg nahm und nicht die lange Tour wie wir. Naja wir bekamen dann von der Polizei ein Hotel organisiert, welches sogar günstiger war, als das was wir nehmen wollten. Am nächsten Tag fuhren wir wieder weiter und es kam heraus, das wir wegen eines fehlenden Reisepasses innerhalb der nächsten 24 Stunden in Xining sein mussten, also quasi um 1700. Wir hatten ungefähr 1000Km die wir zurücklegen mussten, oder noch mehr. So fuhren wir bis in die Nacht, als auch noch ein Reifen platzte. Wir wechselten dann im Schneetreiben, welches kurz zuvor begann, den Platten und kamen um 0130 im nächsten Ort an. Wir standen dann wieder um 0700 auf um die Fahrt fortzusetzen. Als uns dann auch noch die Schutzhaube von dem Reifen an der Kofferrautür abfiel und wir sie suchen mussten, fühlte ich mich echt gezerrt…Nach einer echt verrückten Fahrt und genervten Freunden im Auto war ich froh um 1652 in Xining anzukommen. Wir bekamen eine Verlängerung von 7 Tagen um das Land zu verlassen. Das feierten wir dann mit Pizza und luden unsere Freunde ein, wobei jeder dann doch nur drei kleine Stückchen bekam, was dann bei der Vorstellung wieder Reis oder Nudeln zu essen überraschender Weise jedem reichte. Wir fuhren zurück zum „Eissee-Haus“ um eine Nacht dort zu bleiben und unsere Sachen zu packen, die wir dort gelassen hatten, weil wir sie auf unserem „kleinen“ Trip nicht brauchten oder genauer, weil wir keinen Platz dafür hatten. Am nächsten Tag, sollte es in Xining ein großes Neujahres Feuerwerk geben, so dass wir uns auf den Weg machten um wieder in unsere Jugendherberge zu kommen. So entspannten wir in unserer Jugendherberge, genossen das Feuerwerk am Abend genossen KFC (Kentucky Fried Chicken) und entspannten und bis es für uns am nächsten Tag wieder in den Zug ging um weiter zu reisen. Wir nahmen den Zug über den mongolischen Teil von China, so dass wir einen Eindruck davon bekommen konnten, wie die Menschen in der Mongolei leben. Ich wurde dann während der Fahrt krank, wobei wir dann im zweiten Zug nach Beijing nicht mal Plätze hatten, 17 Stunden lang. Wir improvisierten dann und ich bekam ein Bett und schlief die ganze Zeit. Ich konnte zuvor auch den ganzen Tag schlafen, weil wir für unsere acht Stunden Wartezeit ein Hotelzimmer nahmen, für unser Gepäck. Ich hatte schon gedacht die Schlafkrankheit bekommen zu haben, doch ich wurde wieder gesund. Nach zwei Tagen konnte ich dann auch wieder essen. Wir kamen am Mittwoch dem 57sten Tag der Missionstour in Beijing an und checkten in ein Hotel ein und verbrachten unsere letzten zwei Tage in Beijing. Wir hatten am Abend eine Evaluationsrunde, wie die Tour gelaufen ist, mit Höhen und Tiefen. Am nächsten Morgen gingen Sioma, Alec, Åge, Andrea und Erik zur Großen Mauer von China und JP und ich verbrachten den Tag in der Stadt und fuhren mit Bus und Bahn quer durch Beijing. Wegen meiner immer noch anhaltenden Schwachheit entschied ich nicht mit zur Mauer zu kommen, weil unsere Freunde ein 20km Wanderung machen wollten und ich dazu nicht bereit war. Ich ging mit JP noch einmal zu KFC und am Abend trafen wir einen alten Freund von Erik, der sich bereits in China eingebürgert hatte, fließendes Chinesisch und eine Chinesin zur Frau. Wir flogen dann um 0400 nach Moskau und von dort nach Oslo. In Oslo verbrachten wir das Wochenende, wobei wir den Bruder der Nonne ausfindig machen wollten, leider mit Misserfolg. Das war der „Outreach“ und ist der „Outreachreport“ von Jan Kotzerke. Das Resümee ist, dass der Ausflug aus Sicht der Teambildung sehr gelungen war und das Team sich offen und ehrlich mit einander verhalten hat. Die Zusammenarbeit war stets positiv und kann von mir nicht bemängelt werde. Im geistigen Sinne hab ich mehr Hunger und Durst nach der Essenz des Christentums bekommen und sehe dass die Menschen davon erfahren müssen, vor allem weil wir uns in der Endzeit befinden.
von JayKay - veröffentlicht in: Outreach
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Friday, 12. march 2010 5 12 /03 /März /2010 22:14

mainOutreach:

Location: Nepal und Tibet/China

Zeitraum: von 7.Januar bis 7. März im Jahre 2010

 

Ich werde hier einige Eindrücke aus dem Leben im „outreach“ –Missionseinsatz“ nieder schreiben.

Wir starten unsere Reise nun mit dem Begin der eigentlichen Reise, am Flughafen in Oslo.

Das Gepäck verstaut und aufgegeben bewegten wir uns in einem Flugzeug in Richtung Paris.

Ich werde das Team kurz vorstellen, damit ich sie mit Namen nennen kann und bekannt ist wer gemeint ist. Es werden mit Sicherheit einige öfter vorkommen.

 

Ich beginne mit der einzigen weiblichen Person im Team:

 

Andrea aus Norwegen

 (der Nachname ist hier nicht so wichtig weil die Namen nur einfach vergeben sind und keine Verwirrung herrschen kann)

 

Åge ebenso Norweger (Zimmermann von Beruf)

 

Jon-Peter auch er ein echter Norweger (Auch ein Zimmermann und ein leidenschaftlicher Jäger, der Mann ist eine Maschiene…ein Ruhe Puls von weniger als 50 – Ko-Leiter des Teams)

 

Erik   - Norweger (Physiotherapeut – das englische Wort tranquility beschreibt äußerst genau seine Persönlichkeit. Leiter des Teams)

 

Alec   -   Amerikaner (18 Jahre alt und kommt grad von der Schule)

 

David genannt Sioma   - Amerikaner(19 Jahre alt – ein Jahr College absolviert)

 

Und meine Wenigkeit (Ihr kennt mich doch :D )

 

 

Das ist unser Team. Das erste Reiseziel  wie erwähnt war Paris allerdings nur für einen Zwischenstopp den es sollte eigentlich nach Nepal gehen. In Paris ermutigte ich das Team bei einem Mc D eine Ladung Fast Food einzunehmen und das taten wir dann auch. Ich, nichts ahnend dass wir noch nicht eingecheckt haben und die Tickets noch brauchen, beruhigte unseren Leiter immer wieder, meinend: „Wir haben genügend Zeit“, weil ich nur die Sicherheitsmaßnahmen im Kopf hatte und nicht die Tatsache, dass wir unsere Tickets noch nicht empfangen hatten.  So schlidderten wir angenehm nichts ahnend in das erste Abenteuer… Wir haben die Situation sofort dem HERRN vorgelegt und um Gnade gefleht. So half uns ein netter Beamter unsere Fluggesellschaft mit den Tickets und so weiter und wir konnten in einem Eiltempo durch die Sicherheit und zu unserem Gate. Wir erreichten das Flugzeug noch gerade so und flogen Richtung Abu Dabi.

 

Der Flug war sehr angenehm und ich schaute die ganze Zeit Filme, denn wir hatten eine Art Luxusliner und ich gedachte das auszunutzen.

Nach einigen Stunden (geschätzten 9) erreichten wir Abu Dabi und hatten Sechs Stunden Aufenthalt. Glücklicherweise kennt Alec den Privat Piloten des regierenden Scheichs, welcher uns in seinem typisch amerikanischen riesen Truck auf eine sight-seen-tour einlud.

 

Wir sahen die teuerste Moschee und das teuerste Palast Hotel (mit integriertem Museum)

Und anschließend gingen wir noch mit  ihm typisch indisch essen.

 

Ich versuche in diesem Bericht einzelne Erlebnisse genauer auszuführen, die mir persönlich wichtiger erscheinen als Andere und werde auch einige meiner Erlebnisse überspringen, wie zum Beispiel Reisezeiten und was wir sehen konnten in dieser Zeit oder mit wem ich was besprochen hab.

Wenn dieser Bericht also an manchen Stellen ein wenig hapert, dann macht mich doch darauf aufmerksam, oder Dinge von denen ihr, meine Rezipienten, gern mehr erfahren würdet. Auch sind die Tage längst vergangen und ich werd mich auch mit Sicherheit nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern.

 

Nachdem wir also unser Mahl zu uns nahmen und alles einen guten Eindruck hinterlassen hatte, fuhren wir im Eiltempo (180km/h weil wir doch knapp in der Zeit lagen) zu Flughafen zurück. Wir erreichten den Flug und das nächste Problem das wir hatten war das wir keine Visa für Nepal hatten und uns erst „einkaufen“ mussten. Wir erreichten dann spät nachts eine YWAM Base und konnten, nach einem weiteren Mahl und einer Lobpreis-Session, unsere Schlafgelegenheiten wahr nehmen.

 

Am nächsten Tag kundschafteten wir die nähere Umgebung und die Stadtteil aus.

Anstatt zu Beschreiben versuche ich später Bilder hinzuzufügen…doch sind viele unsere Bilder verloren gegangen, weil eine Kamera und zwei „memorie-cards“  gestohlen worden sind.

 

Wir nahmen gegen Abend an einer Jugendgruppe teil und erzählten etwas zum Thema „Reinheit“.

Die Jugendgruppe fand in einem Raum statt, in dem nichts weiter war als ein Teppich.

Am Samstag hatten wir die Aufgabe den Gottesdienst zu gestallten und unser Thema war „der verlorene Sohn“ und am Nachmittag gingen Erik und ich zum Flughafen und weitere Gepäckstücke abzuholen, zwei große Rucksäcke und ein Schlafsack. Weil wir ehrlich gesagt zu blöd waren und ich in Laune, liefen wir den ganzen Weg zurück zur Basis. Ich hatte einen 18Kg schweren Rucksack und Erik einen 10Kg und er beschwerte sich die ganze Zeit. Die Marschdistanz betrug ungefähre 9/10km. Wir fingen dann an über verschiedene religiöse Themen zu sprechen und dann kamen wir auf das Thema „Heilung“ und wir beteten für Leute, die wir treffen könnten, dann plötzlich sahen wir einen Mann mit Gehstock und sein Bein war irgendwie vermindert fähig zu funktionieren. Wir fragten den Mann ob wir für ihn beten könnten und taten es dann auch. Es war schon irgendwie eigenartige auf einmal mit einem wildfremden Mann zu beten und auf Gott zu vertrauen, dass Gott ihn heilen werde. So kam es dann auch dass wir beteten und ich ihn ermutigte ohne Stock zu laufen, oder es zumindest zu probieren. Das tat er dann auch, mit leiden nicht so großem Erfolg. Ich fand mich ziemlich enttäuscht wieder und wollte einfach gehen und nicht wieder mit ihm reden weil es anscheinend nicht geklappt hat, wie ich dachte. Erik versuchte diesem  Mann aber von Jesus und der Erlösung zu erzählen, während ich mich schon wieder auf den Weg machte und nicht verstand warum nichts geschehen war. Erik geriet dadurch ein wenig unter Druck, so dass die Nachricht an diesen Mann und die umher stehende Meute etwas kürzer ausfiel als optimal. Ich glaube aber fest, dass Gott weiß wie er das nutzen kann und es nicht vergebens war. Wir setzten den Weg fort und ich war verwundert und wollte eigentlich nur noch nach Hause.  Wir verzichteten auch die letzten Hunderte Meter (dennoch ungefähre 3km) auf eine Mitfahrgelegenheit.  Wir verzichteten, weil ich zu geizig war in diesem Fall den gleichen Preis zu zahlen, wie ohne die ganze Lauferei. Die kosten pro Person betrug ganze 20 Cent und ich war dennoch zu geizig. Aber an anderen Orten überteuerte Lebensmittel zu kaufen (wie z.B. in Norwegen) so sieht´s aus…naja so lernt man aus Erfahrungen…manchmal scheint es unumgänglich. Ich sehe, ich erreiche immer noch mehr Weisheit und werde eines Tages lebensfähig J .

Am Abend in unserem Team Treffen haben wir die Zeit für unsere tägliche Stillezeit oder Powertime festgelegt auf einen Zeitraum von 0700-1000 und somit endete auch der vierte Tag.

 

Am Sonntag bekamen wir die Aufgabe der Traktatausteilung und hatten somit auch die Chance der Evangelisierung.  Bei diesem Unternehmen trafen wir einen Mann der mit uns in eine Tieftheologische Debatte einstieg und uns klarmachen wollte, dass wir in Nepal nicht für das Christentum werben sollten, denn keine andere Religion würde das tun. Dieses Gespräch stürzte mich in eine Glaubenskriese und ich wusste nicht wirklich was ich glauben sollte und warum wir das alles machen. Ich durchstand diese Kriese mit der Erkenntnis, nicht alles zu wissen dennoch den Wegen Gottes zu folgen und es entbrannte mehr und mehr ein Wissensdurst nach der Erkenntnis warum ich das tue und wer Jesus Christus für mich ist. Auch hatte ich in den ersten Nächten den Eindruck wir wären doch nur Touristen und es wäre alles sinnlos. Ich hatte auch die große Sehnsucht Wunderheilungen zu sehen und so weiter, doch war diese Sehnsucht eher darauf basiert, dass ich etwas für meinen Glauben wollte und etwas wie eine Bestätigung suchte.

Ich fand Bibelstellen, in denen sogar die Jünger nach drei Tagen ihren Glauben verloren hatten und an Jesus zweifelten. Ich mein, die Jünger, die alles mit angesehen hatten haben sogar ihren Glauben verloren und wenn dann nach Zweitausend Jahren einer von uns in Zweifel gerät, ist das ja nicht die größte Überraschung. Ich werde später weiter darauf eingehen wer Jesus für mich ist und in wie fern sich etwas für mich verändert hat.

 

Diesen Tag ließen wir ausklingen mit entspannten Bibellesen und Lobpreis. Ich hab mich dann noch mit dem Jugendgruppen Gitarristen  zusammen gesetzt und wir haben Lieder ausgetauscht. Ich habe an diesem Tage „Dies ist der Tag den der HERR gemacht…“ in Nepali gelernt. Dieser Gitarrist schein alle seine Lieder auswendig zu können, was mich sehr beeindruckt hat, denn in der Jugend wir ohne Projektor oder Gesangsbuch gesungen. Danach wollt ich dann auch streben, die Lieder auswendig singen zu können und unabhängig von den Möglichkeiten, die mir geboten werden, Lobpreis zu machen. Damit endete auch der fünfte Tag. Ich muss hinzufügen, dass Dinge wie zum Beispiel das ständige Gehupe und der Lärm sehr ungewohnt waren, nach der Ruhe in Norwegen und der frischen Luft. Nach „alle dem Guten“ empfand ich den Staub und den Rauch, den die Müllverbrennung auf offener Straße verursachte, als lästig und nervend. Es war für mich nicht einfach, mich an die Umstände zu gewöhnen und mich so zu fühlen, als wäre das einfach ein „anderes zu Hause“.

(Jetzt denke ich ist es dann aber auch merkwürdig, das Norwegen das für mich bietet und ich mich hier wohlfühle…)

In der Nacht von diesem Tage auf den Nächsten kam Andrea zu mir, vielleicht gegen 2400, so dass ich schon seit drei oder vier Stunden schlief, und bat mich mit ihr zu reden und für sie zu beten. Ich war super müde und schläfrig (als sie mich aufweckte, sagte sie dass sie mit mir reden müsste und weil ich so müde war hab ich sie gefragt wann J…jetzt!), stand dann aber auf und ging mit ihr raus um zu beten, ich hab gefroren wie sonst was. Ich kam aus meinem warmen Bett und in Nepal ist es des Nachts ziemlich kühl, so das ich fror. Wir beteten für eine Stunde oder so und dann konnte sie schlafen. Als ich zurück zu meinem Bett kam fragte mich Sioma (also David) ob ich für ein kurzes Gebet sprechen könnte, das tat ich dann auch.

 

Der sechste Tag, ein Montag, wurde von uns genutzt ein HIV-Infizierten-Heim zu besuchen und mit ihnen zu beten. Anschließend, nach Tee und Gebet durften wir uns die Werke dieser Frauen anschauen und auch erwerben. Diese Frauen verbrachten einen Großteil ihrer Zeit mit Basteln, verschiedene Ketten und Armbänder. Ich kaufte eine Kette und schenkte sie Erik, mit der Aussage, das ist die Liebe Gottes. Nachdem wir einige Zeit in dem Heim verbrachten, welches Sharan-home genannt wird, gingen wir in die Stadt um dort ein wenig unsere Zeit mit Shopping und essen verbrachten. Am Abend gingen wir zu unserem ersten „housemeeting“, welches daraus bestand, dass sich mehrere Leute in einen kleinen Raum zwängen und dort anbeten, singen und jemand eine kurze Andacht hält. Das Thema des Abends war Freunde Jesu.

Nachdem Treffen gingen Erik, JP, Åge und ich noch in einen kleinen Laden um einen Milchtee zu trinken, welcher süß ist und sehr gut schmeckt. (in Tibet ist der Milchtee mit Salz und schmeckt nicht so gut.) An diesem Tag wurde mir beim Bibellesen bewusst, das auch Mose mit Gott gekämpft hatte, wobei ich doch dachte dass nur Jakob das durchmachen musste. Alles nur weil Mose zu dem Zeitpunkt noch nicht Beschnitten war. (Exodus 4, 24-26)

 

Am Dienstag dem siebten Tag der Mission, äußerte sich Andrea in unserem Teamtreffen über ihre persönlichen Zweifel am Glauben. Ich war froh dass ich nicht der einzige mit Zweifeln war und mit ihr aber darüber reden konnte. Wir versuchten ihr zu helfen und ließen ihr die Freiheit in der Basis zu bleiben und Bibel zu lesen. Ich blieb mit ihr zurück und wir machten es uns gemütlich auf dem Balkon und verbrachten die Zeit mit Bibellesen. Unser Guide erzählte uns einige Geschichten aus seinem Leben, mit unter auch das ein Toter wieder zum Leben erweckt wurde. Ich war überrascht und erstaunt. Ich traf mich später dann wieder mit dem Jugendgitarristen, sein Name ist Birrin, um mit ihm Musik zu machen. Wir spielten für geraume Zeit und ich lehrte ihn „Lord of all creation“.

Am Abend hatten wir wieder ein der Haustreffen und Alec erzählte von der Lehre, „wie sich ein Christ zu verhalten habe“ und ich erzählte dann noch etwas zum Thema „Kraft Gottes“. Es handelte davon, dass Gott nichts zu wiederholen braucht, um zu beweisen dass er Gott ist. Und dass das, was wir im Exodus lesen können Gottes Kraft zeigt und wir keine Heilungswunder brauchen um sehen zu können, welch kraftvolle Persönlichkeit ist. Dieses Thema nahm ich selbst persönlicher als alle anderen, zu mindest denk ich das. Am Mittwoch nahm ich mir frei, weil mir alles zu viel erschien und ich nutzte die Zeit zum Lobpreis und entspannen, Bibel lesen und Beten. Am Donnerstag fingen wir an mit dem anderen Team, aus Nordtun, welches dann auch weitere zwei Wochen mit uns in Katmandu bleiben würde, Josua zu lesen. Das andere Team hatte die Missionsziele Nepal und Indien.

Wir würden also einige Zeit zusammen verbringen können, doch die verschiedenen Tagesziele würden wir getrennt in Angriff nehmen. An diesem Tag gingen wir, also mein Team, in die „brick-factory“ welches ein Landgebiet mit erhöhtem Lehmvorkommen ist, so dass die Einwohner, welche wirklich arm sind, Backsteine herstellen. Ihre Behausungen sind kleine Lehmhütten und sie scheinen von morgens bis abends zu arbeiten. Wir kamen um ihnen vom Evangelium zu erzählen, was sich aber als nicht so einfach herausstellte. Ich erzählte es einem Mann der aber eigentlich Buddhist ist so seine eigene Religion nicht verraten will. Am Abend ging es wieder zu einem House-Meeting. An diesem Tag empfand ich mich selbst in meiner „Learning-Zone“, in der Zone, in der man sich nicht wohlfühlt, aber lernt. Ich empfand es als sehr anstrengend die ganze Zeit nur Englisch um mich herum zu haben. Ich vermisste meine Muttersprache, was mich noch mehr zum Bibellesen brachte, da ich meine Deutsche Bibel hatte. Ich empfand mich selbst auch als sehr kaltherzig, weil ich nicht mit den Menschen mitfühlen konnte, weil alles so neu war. Ich bat Erik mit mir zu beten. Dieses Gebet an diesem Abend war so gut für mich und mein Herz, ich empfand mich als so kaltherzig und als wir beteten konnte ich das alles einfach abgeben zu Gott und fühlte mich irgendwie leichter und beruhigt.

Freitag war es wieder soweit, es ging wieder in die Jugend und wir hatten einen Gebets-Spaziergang, wobei ich mich nicht so richtig auf das Beten konzentrieren konnte, während wir dort herumliefen. Und ich war wieder genervt, in meiner „Learning-Zone“ zu sein und unter Druck verschiedene Gottesdienste vorzubereiten. Wir sollten am Samstag und am Sonntag Gottesdienste haben, doch keiner im Team hatte irgendwie das Gefühl etwas sagen zu können, so beteten wir, das wir beim Heiligen Geist geleitet werden würden. Am nächsten Morgen, als wir uns für die Koordination zusammen setzten hatten verschiedene Personen verschiedene Dinge zu sagen, welche aber in einem großen Zusammenhang standen. So hatten wir am Samstag einen Gottesdienst mit dem Thema Gottes Liebe und Freunde Gottes. Ich hatte dabei einen Predigteil von 35 Minuten. Anschließend hatten wir Abendmahl mit allen zusammen und nach dem Gottesdienst gingen wir Pizza essen. In Nepal gab es morgens um 0700 einen Tee und um 1000 gab es ein Reisgericht. Abends gab es dann wieder Reis, so war es dann doch eine angenehme Abwechslung mal wieder Pizza zu essen. Zu dem Restaurant allerdings kamen wir auf einem Dach eines Busses. Ich aß also Pizza und genoss ein Schoko-Milch-Shake. Als ich dann merkte dass ich doch ein Treffen mit Birrin vereinbart hatte und das war eigentlich schon vor Zehn Minuten, so nahm ich ein Taxi zurück zur Basis, mit zwei anderen die zurück mussten und machte mich auf den Weg. Ich hatte dann noch eine gute und lustige Zeit mit Birrin, Shoshi und Co… das waren die Freunde deren Namen ich mir nicht gemerkt hab, die aber mit uns rumgehangen haben.

Am Sonntag ging es dann um denn nächsten Gottesdienst, der ein JMEM (Jugend mit einer Mission) Familien Gottesdienst war und es auf einmal hieß: Okay Jan; Du, Åge und JP, ihr übernehmt spontan die Kinder und macht was. Ich fand das gar nicht lustig, weil ich keine Erfahrungen  mit Kindern hab und nicht wusste was ich machen sollte. Doch Åge hatte ein Anspiel in seinem Kopf über den barmherzigen Samariter und so setzten wir das ganze dann in die Tat um. Während Alec die ganze Predigt schmiss kümmerten wir uns um die Kinder (wir bekamen dann noch einen Übersetzer, der uns mit dem Programm und einigen Spielen helfen konnte). Am Nachmittag ging ich dann wieder zu meinen Freunden den Musikern, welche sich übrigens in der Kirche eingenistet hatten; und das ca. 8 Minuten zu Fuß zu ihnen war. Der JMEM – Gottesdienst war bei uns in der Basis. Am Abend entspannten wir dann mit örtlichen Donuts, welche eine angenehme Abwechslung zum ständigen Reis bildeten. Der Tag verging und ein anderer kam…der Montag.

 

Das Programm am Montag war der Buddhist Temple, mit dem herum liegendem Tibetian- Flüchtlings-camp…welches aus Häusern bestand wir aber nicht richtig sehen konnten, wegen der ganzen Shops, die quasi die Sicht versperrten. In der Mitte auf einem großen Platz befand sich eine große Pyramide mit einer Goldspitze und drum herum bildeten die Shops quasi einen Ring, so dass die Touristen und die Pilger einen Rundgang machen konnten und so ganz nebenbei die ganzen Shops mit Souvenir und Kram ihre Aufmerksamkeit fangen konnten. Ich bekam an diesem Tag Kopfschmerzen und der Tag schien für mich gelaufen zu sein. Wir aßen noch typisch nepali Momo, welche eine Art Lange Tortellini  sind, die in Wasserdampf zubereitet werden. Sehr lecker, mit Chili-Soße und dann passt das schon. An dem Tag hatte Erik in dem Tempel ein paar Bekanntschaften gemacht, die er anschließen pflegen wollte, so dass wir uns im späteren Teil der Reise noch mit einem Mönch zum Essen trafen, aber später mehr davon.

 

Nachdem ich früh zu Bett ging und wegen der Kopfschmerzen wieder aufwachte, um Tabletten zu nehmen (Danke Mama), war es auch schon wieder soweit…der nächste Tag brach an.

 

Es ist Dienstag und wir genossen wie fast jeden Morgen die Zeit zwischen 0700 und 1000. 0900 war unsere festgesetzte Team-Zeit und anschließen wurde der Tag als frei deklariert. Jon-Peter hatte schon viele Beziehungen geknüpft und so kam es, dass wir mit zwei Mädels in deren kleinem Laden herum saßen und die Zeit damit verbrachten Nepali zu lernen und deren Englisch zu verbessern. Es ging  sehr lustig her und wir bekamen Stammgäste bei ihnen. Mandira und Manissa sind die Namen und sie erzählten, dass ihr Großvater von einem Dämon besessen wäre und dass er unter Fiber leide. Sie erzählten, dass er sich im Winter herausgeschlichen hätte und weit weggelaufen sei, sich erkältet habe und dass manche Menschen ihn wirr schreien hörten. Wir (Åge, JP und ich) gingen zu ihnen mit nach Hause und waren bereit für ihn zu beten. Wir kamen auch dazu, nachdem wir Zuckerrohr gegessen hatten (was sich einfacher anhört, als es tatsächlich ist). Wir beteten und nachdem wir fertig waren fragte sie ob wir noch irgendwas zu ihm sagen wollten…wir wussten nicht was so sagte sie: „Gut dann wird er jetzt gesund werden…“ und ich war sprachlos und stimmte einfach nur mit ein.

 

Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Stadt und genossen den Busverkehr. 38 Personen in einen Van. Doch war der Transport war sehr günstig (20Cent). Wir verbrachten die Zeit in der Stadt mit Schokoladenkuchenessen und trafen einen Webdesigner, der Åge Privatunterricht gab für 30Min und uns anschließend zum Essen ausführte.

 

Mittwoch der 15 Tag des Missionseinsatzes.

Wir gingen heute auf eine Gebetswanderschaft…also wandern und beten für die umliegenden Dörfer. Wir erklommen zwei verschiedene Berge, auf dem ersten war ein Altar für einen Stein, der den Gott der Fruchtbarkeit darstellen sollte, dort hatten wir eine Gebetsgemeinschaft. Auf dem zweiten Berg war eine Art Tempel, mit einem sehr engen Höhleneingang, der für Sünder nicht zu durchqueren war, jedenfalls nicht auf dem Rückweg…aber sogar ich konnte das! Nach mehreren Stunden Wanderschaft kehrten wir zurück zur Basis und aßen wieder einmal Donuts und genossen die Zeit, die wir hatten bis es wieder in die Berge ging um einer Hausgemeinschaft beizuwohnen und mit ihnen Gottesdienst zu halten. Auf dem Rückweg war es super dunkel und wir hatten nicht daran gedacht unserer Taschenlampen mitzunehmen. So suchten wir in kleineren Gruppen unseren Weg zurück. Alec hatte eine Taschenlampe, aber JP und Åge waren so schnell dass ich mich an sie heftete und mit ihnen durchs Dunkle lief. Das war ein Spaß J .

 

Am Donnerstag hab ich mir persönlich wieder frei genommen, weil ich Magenbeschwerden hatte, was so viel heißt wie Diarrhö. Ich machte es mir so gemütlich wie möglich und versuchte die Zeit zu genießen.  Ich nutze hier die Gelegenheit zu nutzen die Toiletten ein wenig zu beschreiben. Es ist so dass ein Loch (ca.7cm im Radius) zur Verfügung steht, so dass man ein Fuß rechts und ein Fuß links platziert und sich dann in die Knie begibt. In dieser Position verharrt man dann am Besten und versucht sich zu entspannen und den Druck intervallmäßig kommen zu lassen. Gut so viel dazu…

An diesem Tag führte Gott mir Sünden in meinem Leben vor Augen, die ich dann später meinem Auserwähltem Seelsorger Erik in vollständiger Transparenz vorlegte, so dass wir gemeinsam dafür beten konnten (Freunde…dat war unjemütlich!!!)

 

Freitag hatten wir einen Arbeitseinsatz in einem Waisenhaus und anschließend Evaluation mit unserem Guide, der uns die ganzen Beziehungen und Tageseinsätze organisiert. Positive Rückmeldungen von beiden Seiten, was uns doch sehr zufriedenstellte.

Am Abend war wieder einmal die Jugendgruppe und wir konnten Øystein, unseren Baseleader, bei seiner Predigt Gesellschaft leisten und die Zeit genießen. In dem Moment waren schon viele Kontakte geknüpft und wir konnten Späße machen und die Zeit in Freundschaft erleben.

Später am Abend ging es mir dann richtig schlecht, ich hatte heftige Halsschmerzen und war einfach nur noch schlapp…und am nächsten Tag sollten wir wieder auf Reisen gehen…wir verließen die Basis in Katmandu mit dem Nepal/Indien Team und fuhren in Richtung Pokara eine weitere Stadt in Nepal, die mehr von Tourismus beeinflusst ist als Katmandu…es dauerte 6/7 Stunden und wir machten anfangs eine Pause weil wir noch Visa für Tibet beantragen mussten. Ich traf einen Gitarrenlehrer der ein wenig angeben wollte und dem ich dann noch ein wenig Jazz beibringen konnte.

Ich kaufte dann noch 23 Kitkat und ein halben Liter Fanta für 3,75€…ich dachte ich hätte einen guten Preis gemacht als ich dann später in einem Supermarkt 44 Kitkat für 3,60€ gefunden hatte J .

Die Straßen waren chaotisch und ich hatte immer noch starke Halsschmerzen. Ich muss hier an dieser Stelle sagen dass ich schon überaus starkes Heimweh hatte und meine Komfortzone vermisste J

 

Am Sonntag waren wir dann in Pokara und überlegten wie wir die nächsten Tage gestallten sollten.

Wir nutzten den Tag um Gottes Gegenwart zu suchen und zu hören ob Gott irgendwelche spezifischen Pläne mit uns hatte. Wir saßen auf der Dachterrasse und verbrachten die Zeit mit Lobpreis und mit Beten. Auch nutzte ich die Zeit um einfach mal Pause zu machen…wenn ich das hier so schreibe klingt es als würde ich ständig nur Pause machen, aber die Zeit war einfach so erschöpfen und so voller Eindrücke, die verarbeitet werden mussten und das braucht Zeit und Kraft.

Ich bekam vor dem Missionseinsatz von einem Propheten gesagt, dass bei mir etwas mit Heilung kommen wird uns ich dran bleiben sollte und so, ich war dann doch etwas enttäuscht als nicht passierte als ich betete, doch trafen wir an diesem Abend einen Jungen, der mit Heilung schon ein wenig mehr Erfahrungen gemacht hatte und uns (Alec und mir) mehr davon erzählte. Er sagte er frage immer Gott bevor er irgendwie in Aktion tritt und wenn Gott es wolle würde er einfach zu den Personen gehen und sie im Namen Jesu heilen. Das klang für mich irgendwie schwierig, wie soll man denn Gott so genau verstehen und so. schwierige Angelegenheit…Jesaja 55,11 „So sell das Wort, das aus meinem Mund geht, auch sein: ´Es wir nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende´.“ Soll heißen, auch wenn ich oder jemand anders sich nicht dazu durchringen kann irgendwas zu tun, was Gott will, kann er es zum Rechten bringen. Ich weiß nicht in wie vielen Situationen Gott uns manchmal zu Dingen beruft, die wir dann doch nicht tun weil wir zu schüchtern, zu faul sind (oder was für welche Entschuldigungen wir sonst auch immer wieder hervorholen). Doch Gott ist größer als wir uns irgendetwas vorstellen können und wir das schon in guter Weise nutzen können was wir gemacht haben…den es ist GOTT!

 

Am Montag dem 20stem Tag der Tour gingen wir in ein Tibetenlager, welches ich mir ganz anders vorgestellt hatte. Es bestand aus festen Hütten, wobei ich mir Zelte oder so vorgestellt hab…wir besuchten auch ein Lepra-Kranken-Haus. Es waren wieder einmal viele neue Eindrücke und am Abend hatten wir einen Gottesdienst an dem wir einfach nur zuhören durften. Ich war aber schon abgefüllt von den Eindrücken des Tages, so dass es mir schon schwerfiel mehr auf zu nehmen…          

 

Der Dienstag war wieder einmal ein Tag an dem es mir aus Magengegend nicht gut ging und ich zu Haus blieb. Ich schrieb ein Lied namens „arise Oh Lord“ in dem es um die Zeiten geht in den Gott nicht zu fühlen oder in seinen Werken zu sehen ist. „Why do you stand so far, Oh Lord? Why do you hide in times of trouble?...Arise, Oh Lord…Lift up your Hand” …Ich hatte den Tag zuvor gefastet und an diesem Morgen gab es Brot und Erdnussbutter mit Marmelade (Woran ich mich dank der Amis schon gewöhnt hatte) So fühlte ich mich ein wenig näher der Heimat…Ich hatte in dieser Zeit starkes Heimweh, weil alles so anders war und ich echt kein Bock mehr auf Reis hatte. Der Rest des Teams hatte das Ziel ein Dach eines Nachbar Hauses zu reparieren. Und einige wanderten auf die umherliegenden Berge, zu Mindest auf einen. Am nächsten Tag gingen einige aus unserem Team auf einen Berg, um an einem zukünftigen, christlichen Treckingzentrum zu arbeiten, was in dem Sinne eigentlich erstmal bedeutete ein Haus auf dem Gelände abzubauen, Stück für Stück im wahrsten Sinne des Wortes. Andere gingen in eine Kirchengemeinde, um Christliche Basiseinheiten zu unterrichten. So auch ich. Ich sagte einiges zum Thema Buße und Vergebung. Am späten Nachmittag ging es dann für mich zu ersten Mal auf den Berg, in das Resort. Wir übernachteten dort und ich hatte wieder das „Outdoor-Adventure-Feeling“ wie zu Hause in Norwegen. Wir machten Nudelsuppe und hatten Kekse und Schokolade zum Nachtisch. Ich war mehr als nur Zufrieden, das war plötzlich himmlisch für mich. Das Schlafen unter freiem Sternenhimmel, welcher durch die Dunkelheit noch stärker sichtbar wurde. Ich genoss diese Zeit unglaublich. Ich sollte erwähnen das Øystein mit uns war und das Essen zubereitete, was er als Leiter einer „Outdoor-Adventure-DTS“ (DTS bedeutet Jüngerschaftsschule) wohl hätte am Besten machen können. Welch ein Segen. Wir gingen dann noch nachts auf die Spitze um für Pokara zu beten. Am nächsten Morgen ging es für mich und Erik wieder herunter vom Berg und zurück zum Unterrichten, diesmal sprach ich zum Thema „Lobpreis und Anbetung“. Am Abend bin ich dann wieder herauf gestiegen, was wohl eher ein Laufen war, weil ich mit zwei Norwegern unterwegs war. Vollblutnorweger, ein Mädel ohne Rucksack und eine Maschine namens JP (der Typ läuft mit einem Rucksack 100L auf dem Rücken und ein 80L frontal noch schneller als ich [dezente Übertreibung->dennoch fühlte es sich so an] und kommt nicht außer Atem). Ich kam schweißgebadet am Haus auf dem Berg an und war schon reif fürs Bett. Wir brauchten ein bisschen mehr als eine Stunde und der Bus ist sogar langsamer!

Ich genoss auch diese Zeit wieder und wollte nicht mehr weg…mit dem Rückweg am nächsten Tag konnten wir uns Zeit lassen weil es ein freier Tag war und ein Freitag. Am späten Nachmittag gab es dann noch ein Familiengottesdienst, bei dem erwartet wurde, dass wir etwas dazu beitragen. Wir bereiteten spontan eine Predigt vor und ein Anspiel. Das Thema war Bürden. Ich erzählte eine Geschichte aus meinem Leben und nutzte knapp die gleiche Zeitspanne wie mein Mitprediger Erik (eigentlich der Hauptprediger). Wir bekamen danach Rückmeldung von einem Mitarbeiter, der uns Erik als Lehrer und mich eher als Prediger einschätzte. Das war gut zu hören, denn das zeigte dass eine Entwicklung, ein Fortschritt geschehen sein musste.

 

Der nächste Tag war davon geprägt, dass wir einen Kindergottesdienst mit den Slam Kindern abhielten und mit ihnen spielten. Abends wurde uns Unterricht erteilt von einem Team aus Colorado von einer Schule mit dem Fokus „Gebet und Geistliche-Kriegsführung“. Sie hatten dann auch noch einige Eindrücke für uns und hatten für jeden aus unserem Team ein ermutigendes Wort. Wir hatten diesen Unterricht mit dem Nepal/Indien Team zusammen. Im Nachhinein würd ich sagen, dass mir dieser Unterricht sehr geholfen hatte und mich stark ermutigt hatte. Sie sagten auch, dass wir uns in Tibet/China wie Touristen fühlen würden, doch durch unsere Anwesenheit etwas im Spirituellen verändern würden, was ich jetzt auch sehr gut nach voll ziehen kann.

 

Nun ist es auch schon wieder Sonntag und es ist der 26ste Tag der Tour. Es ist Zeit für uns auf den rumpligen Straßen zurück nach Katmandu zu kehren bevor wir uns dann ganz verabschieden von Nepal und uns auf den Weg nach Tibet ->Lhasa machen. Wir hatten eine nicht ganz so angenehme Reise und erreichten nach einer Taxiabzocke die JMEM-Basis in Katmandu. Durch das Nehmen der Busses nach Katmandu sparten wir 3000 Rupis (30€) und die sind wir dann wieder bei den Taxifahrer losgeworden, weil die uns zuerst zum falschen „Hadegau“ brachten. Wir wussten selbst nicht dass es dort zwei verschieden gab und wir nun hatten wir das Problem beim Falschen zu sein. Ich kann nicht sagen ob das alles mit Absicht geschehen war, jedenfalls ärgerte es mich dass wir nicht Geld sparen konnten.

Montag wurde der Buddhist in Angriff genommen, wir wollten ihn besuchen und mit ihm über Religion sprechen. Wir trafen diesen Mönch und hatten unseren Übersetzer dabei, der uns sehr behilflich war und auch seine Meinung mit einfließen lassen hat. Wir sahen den Tempel der Buddhisten, ihren Altar und ihren Garten des Frieden und der Freiheit. Wir redeten mit ihm stundenlang und gingen anschließen mit ihm Essen um auch beim Essen noch weiter über Jesus zu reden. Wir versuchten seine Vorstellungen vom Christentum und vorzugsweise über Jesus zu korrigieren. Er hatte von seinen Dorf, in dem er aufwuchs vermittelt bekommen, das diejenigen, die die Bibel lesen sterben werden…oder so. Sehr verwirrte Ansichten, die dieser Menschen hatte. Wir erzählten ihm ein wenig mehr von der Bibel und von der Erlösung durch Christus.

Anschließend gingen einige von unserem Team in die Stadt, so wie ich und mein Zimmerkamerad Alec Offner, um die Stadt ein letztes Mal zu sehen und zu genießen. Alec und ich nahmen eine Massage und aßen anschließen ein Stück Schokoladentorte. Sehr gut! Nach dem Stück Torte gingen wir in ein christliches Café um dort einen Tee zu trinken und ein wenig über die Zukunft zu sprechen.

Dabei trafen wir dann einen außergewöhnlichen Mann namens Bobby Hill. Wir erzählten das wir nach Tibet gehen würden und er empfahl ein Café in dem er schon lange Gast ist und den Besitzer kennt, welcher Doug heißt (wichtig für später!). Er und seine Freunde beteten noch für uns und wir verließen das Café in Euphorie.

Der nächste Tag bestand schon wieder nur aus Reisen. Wir hatten die Nepali-Tibet-Grenze als Reiseziel. Wir verbrachten die Fahrt in einem Bus mit drei anderen Nepalies. Die Fahrt war ziemlich friedlich und wir erreichten die Grenze nach vielen Stunden. An der Grenze mussten wir verschiedene Formulare ausfüllen und auf einmal wurde Åge bewusst, dass sein Reisepass nicht mehr an Ort und Stelle war, sonder irgendwie verschwunden war. Wir suchten und beteten und kamen auf die Idee beim Bus zu suchen. JP und ich gingen zurück und fragten den Assistenten des Busfahrers ob er wüsste wo sich der Brustbeutel befand in dem der Reisepass war. Und siehe dar, da holte der Junge auf einmal einen Beutel hervor und gab in mir. Ich guckte und checkte kurz ob alles da sei (obwohl ich nicht wirklich wusste was alles drin sein sollte…), der Reisepass war da und das schien die Hauptsache zu sein. Der Junge wollte Geld dafür haben und dachte ich solle doch wohl ein gute Vorbild sein und einen guten Eindruck hinterlassen, so gab ich ihm was in dem Beutel war, -> 10U.S. $...tja da hatte der Junge wohl einen guten Fang gemacht.

Wir kamen endlich über die Grenze und konnten unsere Reise mit unserem neuen Guide fortsetzen.

An der Grenze wurden unsere Gepäcke gescannt und anschließend durchsucht. Die Gepäcke wurden insgesamt drei Mal durch scannt und einmal durchsucht. Nach dieser Tortur konnten wir unseren Weg fortsetzen. Der neue Guide war ein sympathischer Mann Mitte dreizig. Fließendes Englisch machte die ganze Angelegenheit auch einfacher. Wir gingen nach einer weiteren Stunde Etwas essen und entspannten ein wenig bevor es wieder ins Auto ging um weiter zu reisen. Wir übernachteten in einem Haus, das wohl so etwas wie ein Hotel war. Wir gewöhnten uns mittlerweile an den Lebensstandart,  der deutlich unter dem Gewohnten ist, wir aber dennoch überlebten . Wir schliefen in super kalten Räumen und ich war sehr glücklich meinen Schlafsack zu haben mit der Komfortzone minus 25 grad Celsius…

 

 

 

von JayKay - veröffentlicht in: Outreach
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